STIKO

HPV-Impfung für Jungen empfohlen APOTHEKE ADHOC, 11.06.2018 11:43 Uhr

Berlin - Geht es nach der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollen künftig Jungen und Mädchen gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft werden. Denn die Viren können nicht nur Auslöser von Gebärmutterhalskrebs, sondern auch von bösartigen Anal- und Peniskarzinomen sein.

In der vergangenen Woche hat die STIKO die Empfehlung ausgesprochen, alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren gegen HPV zu impfen. Eine Nachholimpfung sei bis 17 Jahren möglich. Die Impfempfehlung für Mädchen bleibt unberührt. Gültig ist die Empfehlung erst mit der Veröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin. Im Anschluss prüft der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) binnen drei Monaten die Kostenübernahme seitens der Kasse.

Einige Krankenkassen wie die IKK Südwest und die TK sicherten die Kostenübernahme unabhängig von der G-BA-Entscheidung bereits zu. TK-Versicherte sollen die Belege für den Impfstoff und das Arzthonorar zur Erstattung einreichen.

Jungen und Männer im Alter zwischen 14 und 45 Jahren gelten als Hauptrisikogruppe für die HPV-Übertragung, da sie sexuell aktiver sind als ihre weiblichen Altersgenossen. Die Viren können über Mikroverletzungen in die Schleimhaut eindringen und so die Epithelzellen der Basalzellschicht infizieren. Übertragen werden die HPV durch Vaginal-, Anal oder Orogenitalsex. Laut Robert-Koch-Institut kann die Verwendung von Kondomen nicht sicher vor einer HPV-Infektion schützen. Die Impfung könne jedoch zu nahezu 100 Prozent eine Infektion verhindern. In Deutschland erkranken etwa 6000 Frauen und 1600 Männer an Karzinomen, die durch HPV verursacht wurden. Möglich sind Tumore im Bereich des Gebärmutterhalses, der Vagina, Vulva und des Penis sowie Anal-, Mund- und Rachenkarzinome. Und dennoch findet die Impfung kaum Anwendung.

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