Mineralstoffmangel

Magnesium-Mangel: Mehr als nur ein Wadenkrampf Alexandra Negt, 10.12.2019 09:06 Uhr

Magnesium und Arteriosklerose

Magnesium wirkt sich auch positiv auf die Gefäße bei vorliegender Arteriosklerose aus, die Arterienwände können durch die regelmäßige Einnahme von Magnesium wieder elastischer werden, dies bestätigte eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie. Studienteilnehmer waren 52 übergewichtige ältere Männer und Frauen mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren, bei denen bei Studienbeginn und bei Studienende die Pulswellengeschwindigkeit gemessen wurde. Dieser Parameter beschreibt die Geschwindigkeit, mit der die durch die Kontraktion des Herzens erzeugte Blutdruckwelle das arterielle Gefäßsystem durchläuft – je starrer die Gefäßwand ist, desto schneller ist die Pulswelle.

Die Studienteilnehmer erhielten über 24 Wochen entweder Magnesium (dreimal 117 mg oder 350 mg pro Tag) oder Placebo. Das Ergebnis zeigte eine Verlangsamung der Pulswelle. Diese Daten belegten, dass eine tägliche Magnesium-Einnahme die Arteriensteifigkeit reduzieren und die Elastizität der Gefäße verbessern kann.

Magnesium und Osteoporose

Für einen optimalen Knochenaufbau wird nicht nur Calcium, Vitamin D und Vitamin K benötigt – auch Magnesium hat positive Auswirkungen auf das Skelett. Nach aktuellem Kenntnisstand besitzt der Mineralstoff ebenfalls stabilisierende Funktionen beim Knochenaufbau. In der sogenannten „Women‘s Health Initiative-Studie“ zeigte sich: Eine niedrige Magnesium-Aufnahme geht mit einer geringeren Knochendichte an Hüfte, Schenkelhals und Radius einher. Das Risiko für Stürze und Frakturen war signifikant erhöht. Eine höhere Magnesium-Aufnahme ist umgekehrt unter anderem mit einer höheren Muskelmasse assoziiert, welche sich protektiv auf Stürze und Brüche auswirkte. Ärzte sollten den Ausgleich erniedrigter Magnesium-Spiegel im Osteoporose-Management berücksichtigen, fordert Professor Dr. Franz Jakob vom Orthopädischen Zentrum für Muskuloskelettale Forschung (DVO).

Der Bindungspartner des Magnesiums bestimmt die Art des vorliegenden Salzes und somit den Wirkeintritt: Organische Verbindungen (Magnesiumcitrat, Magnesiummalat) sind besser resorbierbar und somit schneller wirksam. Anorganische Verbindungen (Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat) werden langsamer vom Körper aufgenommen, der Mineralstoff wird kontinuirlich über die gesamte Darmpassage abgegeben.

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