Tag gegen anti-muslimischen Rassismus

Marwa el-Sherbini: Gedenken an ermordete Apothekerin APOTHEKE ADHOC, 01.07.2018 15:36 Uhr

Berlin - Heute ist der „Tag gegen anti-muslimischen Rassismus“. Es ist der Todestag der ägyptischen Apothekerin Marwa el-Sherbini, die im Jahr 2009 im Alter von 31 Jahren aus rassistischem Hass ermordet wurde. Sie hatte ihren späteren Mörder freundlich gebeten, die Schaukel für ihren kleinen Sohn freizumachen. Der Fremde hatte sich daraufhin von ihrem Kopftuch provoziert gefühlt und auf einem Spielplatz als „Islamistin“, „Schlampe“ und „Terroristin“ beschimpft. Es folgten Anzeige und Gerichtsprozess, noch im Gerichtssaal stürzte sich der Angeklagte auf die schwangere Pharmazeutin und stach 16 Mal mit einem Messer auf sie ein.

Sie starb im Dresdner Landgericht, ihr Ehemann Elwy Okaz erlitt beim Versuch, seiner Frau zu helfen, lebensgefährliche Verletzungen. Sie entstanden unter anderem dadurch, dass ein Polizist ihn mit dem Täter verwechselte und irrtümlich auf ihn schoss. Marwa el-Sherbini gilt als erstes Opfer eines klar islamophob motivierten Mordes in Deutschland.

Marwa el-Sherbini stammte aus einer angesehenen und wohlhabenden Familie in Alexandria, ihr Vater ist Doktor der Chemie. Sie studierte Pharmazie in ihrer Heimat, folgte 2005 ihrem Mann nach Deutschland. Der Molekularbiologe war 2004 für ein Masterstudium nach Europa gekommen. Gemeinsam zogen sie nach Dresden, wo der Nachwuchsforscher ein Stipendium für seine Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik bekam. 2006 wurde ihr erstes Kind geboren. Seit Dezember 2008 arbeitete Marwa el-Sherbini in einer Apotheke.

Ihr Mörder ist der zur Tatzeit 28-jährige Russlanddeutsche Alexander Wiens. Er wurde in Perm am Ural geboren, kam im Jahr 2003 mit Mutter und Schwester nach Deutschland. Er lebte von Sozialleistungen und hielt sich mit Gelegenheitsjobs und Weiterbildungsmaßnahmen finanziell über Wasser. Der Hartz IV-Empfänger galt als Einzelgänger, blockte jegliche Kontaktbemühungen ab. Vier Monate nach der Tat wurde er im Landgericht Dresden wegen Mordes zur Höchststrafe verurteilt: Lebenslang mit besonderer Schwere der Schuld. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen. Der Prozess fand unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen und internationalem Medieninteresse statt.

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