AOK im Dialog

Was sich Lauterbach von Spahn wünscht Eva Bahn, 11.04.2018 12:52 Uhr

Stuttgart - Was erwartet die Gesundheitsbranche von Jens Spahn (CDU)? Dieser Frage ging die AOK Baden-Württemberg mit prominenten Gästen nach. Vorstandschef Dr. Christopher Hermann und sein Vize Siegmar Nesch hatten unter anderem SPD-Franktionsvize Professor Dr. Karl Lauterbach und Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, geladen.

Lauterbach erwartet von Spahn vor allem, dass er den Koalitionsvertrag „sauber umsetzt“ und sich während seiner Amtszeit eng daran orientiert. Egal wie gut man sich neben dem Politikgeschäft verstehe (und er habe sich mit Hermann Gröhe persönlich sehr gut verstanden): Man dürfe niemandem etwas schenken. Die SPD könne es sich nicht leisten, zentrale Themen auszusparen, wenn sie glaubwürdig bleiben wolle.

Ihm persönlich liege das Thema Bürgerversicherung sehr am Herzen. Für Lacher im Publikum sorgte Lauterbach, als er einwarf, dass er ansonsten Spahn nicht den Mund verbieten wolle und dieser sich gerne weiter auch zu Themen abseits des Gesundheitsressorts äußern dürfe. Das könne der SPD nur nützen.

Maag ist Spahn vor allem dankbar dafür, dass er die mediale Aufmerksamkeit für Gesundheitsthemen wieder in den Vordergrund bringt. In den letzten vier Jahren sei vieles einfach zu glatt gelaufen und wichtige Themen dabei untergegangen. Besonders am Herzen liegt es ihr, die Transparenz zu erhöhen, da in der Vergangenheit oftmals Gelder, die für die Pflege gedacht waren, in den Krankenhäusern für Investitionen ausgegeben wurden.

Man brauche im Grunde nicht mehr Geld für die bessere Bezahlung des Pflegepersonals, das sei da. Da es aber bisher über in den Fallpauschalen (DRG) „versteckt“ war, wurden damit aber Dächer erneuert und Aufzüge repariert. Dies abzustellen, sei für sie am dringlichsten.

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