Impfberatung

Kinderärzte: Kein Problem mit Apothekern APOTHEKE ADHOC/dpa, 18.06.2015 12:02 Uhr

Berlin - Die Kinder- und Jugendärzte können sich eine beratende Rolle für die Apotheker beim Impfschutz vorstellen. Die Pläne von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Impfpflicht in Schulen und Kindergärten halten sie für nicht ausreichend.

„Eine zusätzliche Impfberatung durch den Apotheker halte ich für nicht notwendig, aber auch nicht hinderlich“, sagte der Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Dr. Ulrich Fegeler. Eine solche Impfberatung müsse sich jedoch an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausrichten und dürfe keine Alternativschemen bedienen. Sie kann aus Sicht des BVKJ die ärztliche Impfberatung nicht ersetzen.

Die ABDA hatte die Apotheker im Rahmen der Diskussion um Gröhes Präventionsgesetz ins Gespräch gebracht. Fegeler bezieht sich auch auf eine Äußerung der gesundheitspolitischen Sprecherin der Grünen. Kordula Schulz-Asche hatte gesagt, dass sie sich Apotheker als Impfberater vorstellen könne. Im Präventionsgesetz der Bundesregierung kommen die Apotheker jedoch nicht vor. Der Bundestag stimmt in dieser Woche darüber ab. Gröhe will damit eine verpflichtende Impfberatung durch den Kinder- und Jugendarzt erreichen.

Kinder ohne Impfschutz könnten laut dem Gesetzesentwurf von Kitas, Schulen und anderen Gemeinschaftsunterkünften ausgeschlossen werden, wenn dort die Masern ausbrechen. Die Grünen halten diese Regelung für zu rigide, den Ärzten geht sie nicht weit genug. Bereits auf dem Ärztetag hatten sie die Politik zum Handeln aufgefordert. Dem BVKJ reichen die im Gesetz vorgesehenen Maßnahmen für einen besseren Impfschutz von Schul- und Kindergartenkindern nic

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