Arzneimittelsicherheit

Homepage für Apotheker-Fehler Julia Pradel, 18.05.2016 10:02 Uhr

Berlin - Aus Fehlern lernen – in der Luftfahrt ist diese Devise schon lange angekommen. Und auch Ärzte können inzwischen Fehler oder Beinahe-Fehler anonym melden und auf diese Weise ihre Kollegen warnen. Ein ähnliches Berichtssystem haben nun auch die Apothekerkammern Nordrhein und Westfalen-Lippe eingeführt. Auf einer Webseite können Apotheker so typische Fallstricke und Gefahrensituationen nachvollziehen.

Das Konzept heißt CIRS, das steht für „Critical Incident Reporting-System“. Solche Berichtsysteme gab es zuerst in Branchen, bei denen schon kleine Fehler verheerende Folgen haben, wie etwa in der Atomindustrie. Auch für Ärzte gibt es solche Plattformen schon länger: „CIRS Medical“ wird vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) betrieben, einem gemeinsamen Institut der Bundesärztekammer (BÄK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Dieses System hat sich das Apothekerprojekt „CIRS Pharmazie“ zum Vorbild genommen. „So etwas gab es nicht für Apotheker“, sagt Initiator Dr. Oliver Schwalbe von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL). Er leitet dort die Abteilung Aus- und Fortbildung und Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). Zusammen mit der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) wurde ein eigenes System aufgestellt, das über www.cirs-pharmazie-nrw.cirsmedical.de erreicht werden kann.

Das Portal ist technisch an CIRS Medical angeschlossen, betrieben wird es von insgesamt drei Mitarbeitern der AKNR und der AKWL. Schwalbe und seine Kollegin Annabelle Heiming und Carina John von der AKNR kommentieren die Berichte pharmazeutisch und sorgen dafür, dass die Anonymität gewahrt bleibt. Jeder Bericht wird von ihnen gelesen, bearbeitet und erst dann freigegeben. „Es gibt Grundregeln für die Bearbeitung: Namen und Orte werden auf jeden Fall herausgenommen, aber auch alle anderen Hinweise, die einen Rückschluss erlauben würden, etwa Verweise auf Uhrzeiten oder bestimmte Abteilungen“, erklärt John. Konsequenzen fürchten muss also niemand, der mutig genug ist, einen Fehler einzugestehen.

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