Beamtenkasse

Direktabrechnung nur mit Mycare Julia Pradel, 23.07.2015 08:57 Uhr

Berlin - Als Alternative zu öffentlichen Apotheken bewerben Krankenversicherungen immer wieder Versandapotheken oder Sanitätshäuser. Bei den Patienten entsteht mitunter der Eindruck, sie dürften ihre Arzneimittel und Hilfsmittel gar nicht mehr in der Vor-Ort-Apotheke beziehen. Die Bayerischen Beamtenkrankenkasse steuert ihre Versicherten etwa zu der Versandapotheke Mycare, indem nur bei dieser eine Direktabrechnung ohne Vorkasse möglich ist.

Ein Sprecher der Bayerischen Beamtenkrankenkasse betont, dass die Versicherten eine tariflich garantierte freie Arztwahl hätten. Und: „Unsere Kunden können auch ihre Apotheke frei wählen.“ Der Arzneimittelbezug über Mycare sei freiwillig. „Dem Kunden entstehen keine Nachteile, wenn er nicht bei Mycare kauft.“

Bei den Privatversicherten entsteht jedoch zum Teil ein anderer Eindruck: Ein Apotheker berichtet, dass sich ein Kunde gezwungen gesehen habe, im Internet zu bestellen. Er habe Angst gehabt, dass die Kosten für die Arzneimittel sonst gar nicht erstattet würden. Bestätigt fühlte er sich, als er das Geld für ein sehr teureres Medikament erst Monate später erhielt – mit dem Hinweis, er könne bei Mycare bestellen und müsse dann gar nicht in Vorkasse gehen.

„Die Nutzung der Versandapotheke Mycare bieten wir nur in seltenen Ausnahmefällen oder auf Nachfrage durch unsere Kunden an“, so der Sprecher. Eine allgemeine Kundeninformation gebe es nicht. Wie es zu diesem Missverständnis kam, kann er nicht nachvollziehen. Die Nutzung von Mycare sei immer und ohne Ausnahme freiwillig. Spezielle Tarife, bei denen sich Patienten an eine bestimmte Apotheke binden, gebe es bei der Bayerischen Beamtenkrankenkasse nic

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