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5 Prozent weniger Spender dpa, 02.12.2019 11:38 Uhr

Berlin -

Die Zahl der privaten Spender in Deutschland ist auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Von Januar bis Ende September diesen Jahres gaben hochgerechnet rund 15,7 Millionen Menschen Geld für gemeinnützige Organisationen und Kirchen, 800.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Daten hervor, die der Deutsche Spendenrat am Montag in Berlin vorgestellt hat. Es sei der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung vor 15 Jahren.

Insgesamt seien bis Ende September 3,26 Milliarden Euro für gute Zwecke zusammengekommen, 1,3 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2018. Damit seien die Folgen des Spenderrückgangs auf das Gesamtvolumen gering, hieß es vom Spendenrat. Das hänge damit zusammen, dass die einzelne Spende (35 Euro) höher ausfällt als in manch früherem Jahr. Und diejenigen, die spenden, tun dies häufiger. Bis Jahresende rechnet der Spendenrat mit deutlich über fünf Milliarden Euro, bei „leichten Verlusten“ im Vergleich zu 2018.

Drei Viertel gehen an Projekte der humanitären Hilfe, vor allem Not- und Katastrophenhilfe im Ausland. Mehr Geld als im Vorjahr gab es für Kultur- und Denkmalpflege sowie Sport, auch die evangelische Kirche kann sich wieder über mehr Geld freuen. Weniger Spenden gab es für Umwelt- und Tierschutz.

Die Angaben basieren auf monatlichen Selbstauskünften von 10.000 deutschen Privatpersonen, erhoben von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Der Spendenrat ist ein gemeinnütziger Dachverband von 68 Organisationen, die Spenden sammeln.

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