Diabetes

Apidra verbessert HbA1c APOTHEKE ADHOC, 23.08.2019 14:09 Uhr

Berlin - Für Diabetiker stehen zahlreiche Insulinarten und Behandlungsschemata zur Verfügung: Die Umstellung von einem Mahlzeiteninsulin auf Insulinglulisin (bekannt aus Apidra) soll einer Studie zufolge die glykämische Kontrolle und den HbA1c-Wert von Typ-1- und Typ-2-Diabetikern signifikant verbessern.

Die offene, prospektive, nicht interventionelle „IGLU-S-Studie“ wurde in Deutschland durchgeführt: Sie diente der Untersuchung der Wirksamkeit von Insulinglulisin nach dem Wechsel eines Mahlzeiteninsulins. Mahlzeiteninsuline ahmen die natürliche Insulinsekretion nach der Nahrungsaufnahme nach: Sie sorgen schnell und effektiv dafür, dass die Glukose aus dem Blut in die Zellen gelangt, wo sie zur Energiegewinnung benötigt wird. Sie können in Kombination mit oralen Antidiabetika oder zusammen mit einem langwirksamen Basalinsulin kombiniert werden.

Mahlzeiteninsuline kommen häufig bei einer supplementären Insulintherapie (SIT) zum Einsatz: Typ-2-Diabetiker, die unter oralen Antidiabetika keine ausreichende glykämische Kontrolle erzielen, werden zusätzlich mit einem Mahlzeiteninsulin behandelt. Das Konzept der SIT ist Professor Dr. Martin Pfohl zufolge vor allem für Patienten mit hohen postprandialen Blutzuckeranstiegen eine gute Alternative zur Gabe von Basalinsulin. Die Studie untersuchte die Wirksamkeit von Insulinglulisin bei der Initiierung einer SIT in der klinischen Praxis.

Die Patienten wurden unabhängig von der Studienteilnahme umgestellt. Die Entscheidung zum Wechsel auf Insulinglulisin wurde bereits im Vorfeld von den behandelnden Ärzten getroffen. Die teilnehmenden Patienten mit Typ-1-Diabetes erhielten zusätzlich ein Basalinsulin, Patienten mit Typ-2-Diabetes zusätzlich orale Antidiabetika oder ebenfalls ein Basalinsulin. Die Studie zeigte, dass nach der Umstellung der HbA1c-Wert innerhalb der nächsten zwölf Monate von durchschnittlich 8,36 auf 7,53 Prozent bei Typ-1-Diabetes beziehungsweise von 8,30 auf 7,29 Prozent bei Typ-2-Diabetes sank.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Naturkosmetik

Nach Sommer: Weleda sucht neuen Chef»

Mammamia und Mama Aua

Neue Bio-Kosmetik für das Mutter-Kind-Regal»

Grünen-Fraktionschef

Hofreiter auf Monsanto-Listen»
Politik

Apotheken-EDV

Kammer-Umfrage: Das denken die Kollegen über Securpharm»

Adexa zum PTA-Gesetz

„Bürokratisch und völlig realitätsfremd“»

Biosimilars und Hämophilie

BMG korrigiert Fehler im GSAV»
Internationales

Purdue-Insolvenz

Mundipharma: Eigentümerfamilie schafft eine Milliarde beiseite»

DisposeRx

Altmedikamente: Gelklumpen statt Toilette»

12-Milliarden-Vergleich

Purdue: 1,5 Milliarden für Mundipharma»
Pharmazie

Lieferengpässe

Jodthyrox fehlt noch bis März»

Aktinische Keratose

Bepanthen unterstützt Laserverfahren»

Novartis

Neue Studienresultate zu Diabetes-Therapie»
Panorama

Bundeszentrale

Pille und Kondom meistgenutzte Verhütungsmittel»

Digitale Beratungsgespräche

Apotheker sollen „agieren statt reagieren“»

Down-Syndrom

Wie funktioniert der Trisomie-Bluttest?»
Apothekenpraxis

WIRKSTOFF.A

Let's talk about Homöopathie»

Länderkammer

Bundesrat: Mehrheit für Rx-Versandverbot»

Retouren

Sanacorp verlangt Kühlprotokolle»
PTA Live

Hypertonie

Fresh-up: ACE-Hemmer»

PTA Reform

ABDA: PTA an der Leine halten  »

PTA Lehranstalt Köln

Manege frei: 50 Jahre „Circus Pharmaceuticus“»
Erkältungs-Tipps

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»

Atemwegserkrankungen

Wenn der Hals dick wird»

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»
Magen-Darm & Co.

Verdauungsenzyme

Lipase & Co: Essentiell für die Verdauung»

Verdauungsorgane

Bauchspeicheldrüse: Ein Organ, zwei Funktionen»

Brechdurchfall

Noroviren: Gefürchtet in Kita und Krankenhaus»
Kinderwunsch & Stillzeit

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft? »

Supplemente in der Schwangerschaft

Folat, Jod & Co.»

Der weibliche Zyklus

Von Hormonen, Eisprung und Menstruation»