Datenschutz

Abmahnung wegen DS-GVO – Apotheker verscheucht Anwälte Alexander Müller, 22.06.2018 10:18 Uhr

Berlin - Abmahnung mit Ansage: Dass die nunmehr scharf gestellte Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) findige Anwälte auf den Plan rufen würde, war zu erwarten. Und so erhielt der Leipziger Apotheker Uwe Paepcke Post wegen eines vermeintlichen Verstoßes auf seiner Internetseite. Nur waren die Anwälte nicht besonders findig. Paepcke schoss zurück.

Die Abmahnung kam am 12. Juni von der Dortmunder Kanzlei Arikan & Sahin. Mandant Fabrizio Marino ist in Abmahnforen ein bekannter Name, offenbar kämpft der Mann leidenschaftlich für seine informationelle Selbstbestimmung. Auch Hilfestellungen zum richtigen Umgang mit Abmahnungen der Dortmunder Kanzlei finden sich bereits im Netz.

Paepcke wurde vorgeworfen, auf der Internetseite seiner Apotheke Marienbrunn nicht auf die Verwendung des Tracking-Tools „Google Analytics“ hinzuweisen. Es würden personenbezogene Daten gesammelt und verarbeitet. „Insbesondere wird die Speicherung und Weitergabe der IP-Adresse zu den personenbezogenen Daten nach der DS-GVO gezählt“, schrieb Rechtsanwalt Mustafa Sahin.

Paepcke sollte nicht nur die erhobenen Daten umgehend löschen und zusichern, künftig nichts mehr zu speichern, sondern auch eine entsprechende Unterlassungserklärung abgeben und rund 200 Euro an die Dortmunder Kanzlei überweisen.

Paepcke tat nichts dergleichen, er gab die Sache seinem Anwalt Fabian Virkus von der Kanzlei Hönig & Partner in Leipzig. Der informierte die Kollegen Arikan und Sahin, dass sein Mandant sehr wohl ausreichend über die Verwendung von Google Analytics informiere und die Abmahnung damit unbegründet sei. Doch das war nicht mehr als eine Fußnote, denn der Betreff seines Antwortschreibens lautete: „Abmahnung wegen rechtsmissbräuchlicher Abmahnung“.

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