Schlaganfallprävention

Kein Unterschied zwischen Pradaxa und ASS APOTHEKE ADHOC, 20.05.2019 09:13 Uhr

Berlin - Boehringer Ingelheim gab Ergebnisse der Re-Spect-ESUS-Studie bekannt. Demnach unterscheidet sich der in Pradaxa enthaltene Gerinnungshemmer Dabigatran in Hinsicht auf schwere Blutungen und Schlaganfallprävention nicht signifikant von Acetylsalicylsäure (ASS).

Bei der durchgeführten Studie handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde Phase-III-Studie. Untersucht wurden Wirksamkeit und Sicherheit von Pradaxa und ASS bei Patienten mit embolischem Schlaganfall ungeklärter Ursache (ESUS) zur Vorbeugung eines Schlaganfallrezidivs.

Der primäre Endpunkt der Studie, der einen signifikanten Unterschied zwischen Dabigatran und ASS hinsichtlich der Reduktion des Risikos eines erneuten Schlaganfalls bei Patienten mit ESUS zeigen sollte, wurde nicht erreicht. Eine Post-hoc-Analyse zeigte jedoch einen numerischen Effekt zugunsten von Dabigatran nach einem Jahr. Die Studie zeigte, dass sich das Risiko für schwere Blutungen unter den beiden Wirkstoffen nicht signifikant unterschied.

Eine erste randomisierte Vergleichsstudie von Dabigatran und ASS bestätigte das gute Sicherheitsprofil von Dabigatran, dieses wurde bereits im Studienprogramm Re-Volution nachgewiesen. Da kein Unterschied zwischen Dabigatran und ASS hinsichtlich des Auftretens von schweren, lebensbedrohlichen, tödlichen oder intrakraniellen Blutungen beobachtet wurde, schließen Experten daraus, dass Dabigatran – an Alter und Nierenfunktion angepasst – mit einem ähnlichen Blutungsrisiko verbunden ist wie ASS.

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