Flüchtling

Kurzpraktikum für syrischen PTA Maria Hendrischke, 14.05.2016 09:41 Uhr

Berlin - Mohammad Osman hat im syrischen Aleppo in einer Apotheke gearbeitet. Dokumente dazu hat er jedoch nicht. Das macht es schwer für ihn, in Deutschland in seinem Beruf Fuß zu fassen. Kennengelernt hat er die Arbeit in einer deutschen Offizin aber bereits: In der Niedertor-Apotheke von Inhaber Axel Schulte im nordrhein-westfälischen Grefrath-Oedt hat er ein Kurzpraktikum absolviert.

Der 30-Jährige lebt mit seiner Frau und einem einjährigen Sohn seit einem halben Jahr in Deutschland. Inzwischen haben sie eine dreijährige Aufenthaltsgenehmigung. Die drei teilen sich mit einer anderen Flüchtlingsfamilie aus Syrien eine Wohnung. Osman hat in Aleppo nach einer achtmonatigen Ausbildung in einer Apotheke sowohl in der Offizin als auch in der Industrie gearbeitet; er hat Hustensaft abgefüllt und an Apotheken geliefert. Über seine Tätigkeit hat er jedoch keine schriftlichen Nachweise.

Im Kurzpraktikum sollte Osman feststellen, in welcher Berufsgruppe einer deutschen Apotheke er sich wiederfindet. Daher hat Schulte ihm Anfang April drei Tage als Hospitanten seine Apotheke gezeigt. „Das Ziel war, dass er dabei die deutsche Apotheke kennenlernt“, sagt Schulte. Den Kontakt zwischen dem Syrer und dem Apothekeninhaber hatte ein Flüchtlingsbetreuer hergestellt. „Nach Rücksprache mit dem Team haben wir uns einfach darauf eingelassen“, so Schulte.

Auch eine nur dreitägige Hospitanz muss angemeldet werden – damit nicht etwa der Verdacht von Schwarzarbeit entsteht. Die Information der betreffenden Ämter habe der Flüchtlingsbetreuer übernommen, sagt Schulte. Aufgrund der fehlenden Zeugnisse konnte Osman nur im hinteren Bereich der Apotheke arbeiten und die Aufgaben von Schülerpraktikanten übernehmen.
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