Kommentar

Darf es Mohren-Apotheken geben? Silvia Meixner, 25.01.2018 15:27 Uhr

Berlin - Mohren-Apotheke – darf das im 21. Jahrhundert sein? Bei der Frage kochen sofort die Emotionen hoch. Meist gibt es zwei Diskussionsgruppen: Die einen sagen kategorisch: „Geht gar nicht!“ Die anderen fordern auf, Begriffe wie Mohren-Apotheke im historischen Kontext zu sehen. Schließlich handelt es sich nicht um Neueröffnungen, viele solcher Apotheken gibt es seit Jahrhunderten.

Deshalb sollte man sie nicht kritisieren (dürfen) – sagen die einen. Genau deshalb gehören sie endlich auf den Prüfstand – meinen die anderen. Es gilt, die Argumente sorgfältig abzuwägen und die Lage zu analysieren: Wer hat Protest erhoben? Auf welche Weise geschah dies? Welche Argumente sprechen für, welche gegen eine Umbenennung?

In Frankfurt erfuhren zwei Betreiber von Mohren-Apotheken gerade aus der Zeitung, dass die kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) die Stadtverordnetenversammlung aufgefordert hat, sich dafür einzusetzen, dass rassistische Bezeichnungen und Logos aus dem Stadtbild entfernt werden.

Es sei nicht ihre Aufgabe, die Apotheken vorab zu informieren, sagt der KAV-Geschäftsstellenleiter. Politische Arbeit sei es, die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung via Antrag auf Missstände hinzuweisen. Und weil das ein demokratischer Vorgang sei, müsse er auch nicht geheimgehalten werden. Jeder Bürger könne sich informieren.

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