Österreich 

Mohren-Apotheke: Alles koscher Eugenie Ankowitsch, 06.01.2018 09:14 Uhr

Acht Produkte umfasst inzwischen das Sortiment. Eines der Produkte namens „Immunkraft und Hagebutte“ kombiniert beispielsweise Hagebutte mit Vitamin C und Zink und soll so das Immunsystem stärken. „Ruhe und Schlaf“ ist eine Mischung aus Hopfen, Baldrian und Passionsblume. „Die Produkte werden sehr gut angenommen“, sagt Marosi. Deshalb soll die Produktpalette erweitet werden.

Die Kooperation zwischen Apotheke und IKG hat auch mit der bewegten Geschichte der Mohren-Apotheke im vergangenen Jahrhundert zu tun. Gegründet wurde sie allerdings bereits 1350 als „Apotheke zum schwarzen Äthiopier“. Später hieß sie „Apotheke zum schwarzen Mohren“. Maximilian Korwill, Marosis Urgroßvater jüdischer Abstammung, kaufte die Apotheke 1901. Im Jahr 1935 übernahmen die beiden Töchter Edith Schüller, Marosis Großmutter, sowie Gertrud Saphir. Die eine hatte Pharmazie studiert, die andere Wirtschaft. Nach Ansicht des Vaters war das eine ideale Kombination, um das Geschäft erfolgreich weiterzuführen.

Doch die Geschichte sah anderes vor. Schon im Frühjahr 1938 beantragte eine Mitarbeiterin mit nationalsozialistischer Gesinnung die „Arisierung“ der Mohren-Apotheke. Die Übernahme erfolgte rasch. Saphir emigrierte noch im selben Jahr mit ihrem Mann in die USA. Schüller jedoch blieb in Wien. Ihre Mutter hatte inzwischen einen Nichtjuden geheiratet, der vor den Behörden angab, der Vater Schüllers zu sein. So hatte sie den Status einer „Halbjüdin“ erlangt. Als ihr 1944 auch dieser aberkannt wurde, war sie gezwungen, sich zu verstecken. Bis zum Kriegsende lebte sie verborgen in einer Wohnung im ersten Bezirk der österreichischen Hauptstadt.

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