Magen-Darm-Beschwerden bei Kindern

Dreimonatskoliken: Schreiattacken mit unklarer Ursache APOTHEKE ADHOC, 27.11.2019 15:02 Uhr

Manchmal kann auch der „Fliegergriff“ helfen: Dazu wird das Kind bäuchlings auf den Unterarm gelegt und getragen. Der leichte Druck auf den Magen-Darm-Trakt kann Krämpfe lösen und lindernd wirken. Verschiedene Tees in verdünnter Form können ebenso karminativ und entspannend wirken: Fenchel, Kümmel und Kamille sind besonders gut geeignet. Grundsätzlich gibt es kein Patentrezept gegen die Dreimonatskoliken: Jedes Kind reagiert anders und lässt sich durch andere Maßnahmen etwas zur Ruhe bringen.

Schätzungen zufolge leidet ungefähr jedes vierte Baby unter den schmerzhaften Koliken. Die genauen Ursachen sind jedoch nicht bekannt. In den wenigsten Fällen stecken nachweisbare Erkrankungen dahinter. Es wird aber davon ausgegangen, dass es sich um Bauchkrämpfe handelt, da die Bauchdecke der betroffenen Babys oft angespannt und hart ist. Auch die typische Körperhaltung weist auf krampfartige Schmerzen hin. Nach dem Stuhlgang oder dem Abgang von Blähungen bessern sich die Beschwerden häufig. Daher geht man davon aus, dass die Beschwerden entstehen, weil sich das noch nicht vollständige Verdauungssystem in den ersten Lebensmonaten zuerst noch entwickeln muss.

Daneben gibt es noch andere Theorien: Neben einer gestörten Darmflora, Allergien, einem Melatonin-Mangel und Dysregulation wird beispielsweise vermutet, dass sich die Koliken erst durch das Schreien und die damit verbundene Aufregung entwickeln. Zudem wird bei den Schreiattacken häufig Luft geschluckt, welche sich im Magen-Darm-Trakt sammelt und wiederrum zu Blähungen und Krämpfen führen kann.

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