Erkältungs-Tipps

Anatomische Erkältungsreise – Lunge und Bronchien Alexandra Negt, 03.12.2019 13:15 Uhr

Beratung

Patienten mit akuter Bronchitis suchen oft Rat in der Apotheke. Liegen starke Heiserkeit oder hohes Fieber vor, so sollte der Erkrankte zum Arzt verwiesen werden. Zur Behandlung des trockenen Hustens eignen sich Antitussiva. Chemische Varianten wie Codein (rezeptpflichtig) oder Dextromethorphan sollten aufgrund der stark hustenstillenden Wirkung nur zur Nacht angewendet werden. Auch pflanzliche Varianten mit Spitzwegreich, Isländisch Moos oder Eibischwurzel können eine Empfehlung sein. Efeu und Thymian besitzen antitussive und sekretolytische Eigenschaften. Darüber hinaus gibt es Lutschtabletten mit schleimbildenden Inhaltsstoffen, die neben dem Hustenreiz auch die Heiserkeit lindern können. Hier sind Varianten mit Isländischem Moos, Hyaluronsäure oder Salz verfügbar.

Liegt ein produktiver Husten vor, so kann das Abhusten durch Expektorantien erleichtert werden. Innerhalb der Selbstmedikation gibt es chemische und pflanzliche Varianten. Chemische Wirkstoffe wie Bromhexin, Ambroxol, N-Acetylcystein und Guafenisin sind, je nach Wirkstoff, als Tropfen, Saft, Kapseln, Lutschtabletten oder Brausetabletten verfügbar. Ferner gilt auch Kochsalzlösung als chemischer Hustenlöser – als Inhalationslösung kann Natriumchlorid zur Verflüssigung des Sekrets beitragen. Als schnelle, pflanzliche Hilfe ist beispielsweise GeloMyrtol forte zu nennen: Es wird in zahlreichen Leitlinien bei der Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen der Lunge und Bronchien erwähnt. Das enthaltene ELOM-080 wirkt unter anderem schleimlösend und antientzündlich gegen Bronchitis und Sinusitis. Die Wirkung pflanzlicher Expektorantien beruht auf der Wirkung der enthaltenen ätherischen Öle. Hier können Eukalyptus (Cineol), Myrte, Pfefferminze, Spitzwegerich, Anis und Thymian empfohlen werden. Der Patient kann zwischen verschiedensten Darreichungsformen wählen.

Zwei weitere Arzneipflanzen, die festsitzenden Husten lösen können, sind Efeu und Primel: Die im Efeu enthaltenden Saponine und die in der Primelwurzel enthaltenen Glykoside führen ebenfalls zu einer Viskositätsminderung. Ergänzend kann ein Tee angeboten werden: Das vermehrte Trinken führt zu einer Linderung der gereizten Schleimhaut. Einreibungen und Badezusätze können ebenfalls ergänzend eingesetzt werden. Während der akuten Phase sollte auf Sport verzichtet werden. Husten bei Kindern unter drei Jahren sollte stets vom Arzt abgeklärt werden. Bis zum zwölften Lebensjahr sollten Eltern vermehrt auf Begleitsymptome wie hohes Fieber oder allgemeine Schwäche achten.

Akuter Husten kann nach Abklingen des Virusinfektes bis zu acht Wochen anhalten. Dieser sogenannte subakute Husten sollte mit den Wochen geringer werden. Bis zum völligen Abklingen können schleimbildende Präparate verwendet werden. Die Linderung des Hustenreizes führt zu einer Entspannung der Bronchialmuskulatur.

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