Mineralstoffe

Fünf Tipps zur Magnesium-Einnahme APOTHEKE ADHOC, 13.03.2019 14:17 Uhr

Berlin - Da Magnesium vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann, muss es Tag für Tag von außen zugeführt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für gesunde Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 300 bis 400 mg. Bei einseitiger Ernährung oder einem erhöhtem Magnesiumbedarf kann dieser Bedarf nicht allein über die Nahrung gedeckt werden: In der Folge kann es zu Mangelerscheinungen wie Muskelkrämpfen, Verspannungen, Herzrasen, Kopfschmerzen, Unruhe oder auch depressiven Verstimmungen kommen. Um den Mangel wieder auszugleichen, empfiehlt sich die Einnahme von Magnesiumpräparaten. Damit sie optimal wirken können, kommen hier fünf Tipps zur Magnesium-Einnahme.

Tipp eins: Stuhlgang als Dosis-Indikator
Zu Beginn der Substitution muss sich zunächst an die richtige Dosierung herangetastet werden. Dazu empfiehlt es sich, mit einer hohen Dosierung anzufangen. Überschüssige Mengen Magnesium werden über den Darm wieder ausgeschieden. Ist die Menge für den Körper zu viel, wird der Stuhlgang weicher: Die Durchfallgrenze ist erreicht. Nun kann die Dosis reduziert werden. Diese Prozedur kann man fortführen, bis die optimale Dosis zur Aufrechterhaltung erreicht ist.

Tipp zwei: Weniger, öfter, länger
Ist die individuelle Menge an Magnesium gefunden, ist es ratsam, die Gesamtmenge auf zwei bis drei Einzeldosen über den Tag zu verteilen: Kleine Mengen können vom Körper besser verwertet werden als eine große. Ist eine mehrmalige Einnahme organisatorisch nicht möglich, eignen sich auch retardierte Präparate, die den Nährstoff nach und nach freisetzen. Um die Speicher wieder aufzufüllen, sollte eine Kur von mindestens vier bis sechs Wochen durchgeführt werden.

Tipp drei: Vorbeugende Einnahme
Bei der Einnahme bestimmter Medikamente, wie zum Beispiel Diuretika oder Abführmittel, kann eine vorbeugende Zufuhr von Magnesium sinnvoll sein, um einem Elektrolytverlust entgegen zu wirken. Auch bestimmte Lebensumstände wie eine Schwangerschaft, Stress oder ausgiebiger Sport können einen erhöhten Bedarf voraussetzen. Bei Erkrankungen wie Migräne oder Fibromyalgie kann die regelmäßige Einnahme von zusätzlichem Magnesium helfen, die Symptome zu lindern. Manche Darmerkrankungen führen zu einer verminderten Aufnahme des Minerals, daher kann auch hier die Substitution sinnvoll sein, um Mangelerscheinungen rechtzeitig vorzubeugen.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Mehr aus Ressort

Weiteres
Markt

Arzneimittellagerung

Sensorist: Temperaturkontrolle digital»

Pharmaunternehmen

Glyphosat-Prozesse: Bayer-Chef verteidigt Monsanto-Übernahme»

Online-Präsenz von Grippemitteln

Dolormin verliert Sichtbarkeit»
Politik

Krankenkassen

Spahn will mehr GKV-Wettbewerb»

SPD-Vorstoß

Masern: Spahn verhandelt über Impfpflicht»

Medi24

Allianz steigt in die Telemedizin ein»
Internationales

Erfolg mit E-Rezept

Tschechien: Ministerium will Rx-Versand zulassen»

USA

Apothekenkette Shopko ist am Ende»

USA

Apothekenkette: Kahlschlag bei Rite Aid»
Pharmazie

Lob für Studien zu Onpattro

G-BA: Beträchtlicher Zusatznutzen für fünf Wirkstoffe»

Aducanumab gegen Alzheimer

Studie abgebrochen: Hoffnungsträger erreicht Ziele nicht»

AMK-Meldung

Acara zum 15. März NV»
Panorama

Alternativmedizin

Drei Tote: Heilpraktiker vor Gericht»

Antike Ost-Arzneimittel bei Ebay

Vipratox/Rheunervol: Kunde besteht auf DDR-Original»

Nachtdienstgedanken

Gute Doku, schlechte Doku»
Apothekenpraxis

Protestmarsch

Video zur Apothekerdemo»

#retteDeineApotheke

Berlin: Hunderte demonstrieren für die Apotheke vor Ort»

Westfälisch-lippischer Apothekertag

Spahn: Apothekengesetz kommt im April»
PTA Live

Social Media

Gehe schult PTA zu Influencern»

PTA IN LOVE auf der Interpharm

Liebe auf den ersten Blick»

Pharmazie bei den Streitkräften

Bundeswehr kennt keinen PTA-Mangel»
Erkältungs-Tipps

Verwechslungsgefahr

Grippe oder Erkältung?»

Kleine Pflanzenkunde: Kampferbaum

Wissenswertes über Campher»

Hausmittel

Propolis: Heilmittel aus dem Bienenstock»