Wundversorgung

Neuer Silikonverband: Blutstillung ohne Verkleben Cynthia Möthrath, 16.01.2020 14:38 Uhr

Berlin - Bei tiefen Wunden ist oft eine Blutstillung mit Hilfsmitteln notwendig. Schweizer Wissenschaftler wollen nun einen neuartigen Wundverband entwickelt haben, der zuverlässig Blutungen stoppen kann, gleichzeitig jedoch nicht mit der Wunde verklebt. Insgesamt könnte dadurch auch das Infektionsrisiko gesenkt werden.

Damit eine Wunde begutachtet werden kann, muss zunächst die Blutung gestoppt werden. Denn nur so kann das Ausmaß der Verletzung sichtbar werden. Bisher erfolgt eine Blutstillung meist mit einem Druckverband aus Baumwollgaze. Das Gewebe wird dazu fest auf die Wunde gedrückt. Der Nachteil: Das Baumwollgewebe verklebt häufig mit der Wunde und trocknet gemeinsam mit dem aufgenommenen Blut ein.

Beim Entfernen reißt die Wunde dann wieder auf. Das kann zum einen sehr schmerzhaft sein, zum anderen wird auch das Eindringen von Keimen begünstigt. Mittlerweile werden bereits Gazen mit verschiedenen Beschichtungen wie Chitosan oder Tonerde eingesetzt: Diese sollen zwar ein Verkleben verhindern, allerdings können die Substanzen in die Wunde eindringen und die Bildung von kleinsten Blutgerinnseln begünstigen.

Ein Forscherteam aus der Schweiz und Singapur will nun die Lösung für das Problem gefunden haben: Eine Beschichtung aus Silikon und Kohlenstoff-​Nanofasern. Das neuartige Material soll extrem flüssigkeitsabweisend sein – weder Wasser noch Blut haften an der Beschichtung. Gleichzeitig wirkt sie jedoch blutstillend: Denn beim Kontakt mit menschlichem Serum bilden sich feinste Fibrinfasern, die auf der Wundoberfläche eine Art Gerüst bilden und so die Blutstillung fördern.

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