Berufsanerkennung

Die meisten Apotheker kommen aus Syrien APOTHEKE ADHOC, 22.08.2019 14:51 Uhr

Berlin - Im Jahr 2018 wurden bundesweit 36.400 im Ausland erworbene berufliche Abschlüsse als vollständig oder eingeschränkt gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 20 Prozent mehr Anerkennungen als im Vorjahr (30.200). Das deutliche Plus kommt vor allem dem Gesundheitswesen zugute: Drei Fünftel des Anstiegs beruhen auf Anerkennungen der Abschlüsse von Gesundheits- und Krankenpflegern sowie Ärzten. Fast verdoppelt hat sich sogar die Anerkennungsquote bei Apothekern. Über alle Fachrichtungen hinweg war Syrien das Land, in dem die meisten der anerkannten Abschlüsse erworben wurden. 

Die mit großem Abstand häufigsten Anerkennungen waren wie in den Vorjahren in medizinischen Gesundheitsberufen zu verzeichnen: 61 Prozent der Anerkennungen (22.300) stammten im Jahr 2018 aus dieser Berufsgruppe (2017: 58 Prozent). Darunter bezogen sich 10.400 Anerkennungen auf Gesundheits- und Krankenpfleger sowie 7200 auf Ärzte, denen damit die Erlaubnis zur Ausübung ihres Berufs (Approbation) erteilt wurde. Auf den Plätzen drei, vier und fünf folgen Anerkennungen der länderrechtlich geregelten Berufe Ingenieur (2900), Lehrer (1900) und Erzieher mit 900 Anerkennungen.

Kurz dahinter rangieren Apotheker. Laut Destatis wurde 2018 insgesamt 819 Approbationen anerkannt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg von 77 Prozent. Die meisten Apotheker kamen aus Syrien und arabischen Ländern (303). 75 Approbationen wurden von Apothekern aus Bosnien und Herzegowina, 60 Approbationen von ägyptischen Apothekern anerkannt, darauf folgt Rumänien mit 39 anerkannten Approbationen und jeweils 30 aus Jordanien und der Ukraine.

Die Anerkennung von PTA-Abschlüssen fällt deutlich niedriger aus: Insgesamt wurden 2018 nur147 ausländische PTA-Ausbildungen anerkannt, ein Anstieg von 45 Prozent. Die meisten Anerkennungen wurden Bewerbern aus Rumänien (27) erteilt, gefolgt von Syrien und arabischen Ländern mit zusammen 24.

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