Köln

Videochat mit dem Apotheker Julia Pradel, 27.10.2015 08:15 Uhr

Berlin - Whatsapp, Facebook, Threema: Apotheker Dirk Vongehr ist auf vielen Wegen erreichbar. Seit Neuestem bietet der Leiter der Paradies-Apotheke in Köln auch eine Beratung über Skype an. Am Samstagnachmittag fand bereits die dritte „Sprechstunde“ dieser Art statt.

Vongehr setzt auf Soziale Netzwerke als besondere Form des persönlichen Kontakts zu seinen Kunden. Als er die Apotheke vor einigen Jahren übernommen hat, führte er das Motto „Hier arbeiten Freunde“ ein. Ihm war klar, dass er seinen Kunden einen Mehrwert bieten muss – denn eine Arztpraxis gibt es in unmittelbarer Nähe nicht. „Jeder Patient, der vom Arzt kommt, läuft vorher an mindestens einer oder zwei anderen Apotheken vorbei“, so Vongehr.

Aus der Not machte er eine Tugend: Bei Gelegenheit gibt er Kunden seine Handynummer. Bei Fragen können sich Patienten somit auch abends oder am Wochenende an den Apotheker ihres Vertrauens wenden, ebenso über Facebook oder E-Mail. „Immer erreichbar zu sein ist nicht jedermanns Sache, aber ich habe gern Kontakt zu meinen Kunden und auch kein Problem damit, wenn jemand nach Ladenschluss oder am Samstag noch mit einer Frage zu mir kommt oder ein Arzneimittel braucht.“

Durchschnittlich zwei Anfragen erreichen Vongehr täglich über diese alternativen Kommunikationswege. Die verschiedenen Kommunikationsmittel bringen aber auch mehr Arbeit: „Die Menschen erwarten eine schnellere Antwort als bei einer E-Mail oder einem Fax“, so der Apotheker. Dennoch überwiegen für ihn die Vorteile. Denn dass seine Patienten ihn jederzeit erreichen können, trägt zur Kundenbindung bei. Und das sei auch finanziell nicht zu verachten: „Der wirtschaftliche Faktor ist immens“, sagt er.

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