Kammer Nordrhein zu Plan B

Engelen sagt Nein zum Boni-Deckel Lothar Klein, 14.12.2018 12:22 Uhr

Berlin - In den Geschäftsstellen von Kammern und Verbänden melden sich in diesen Tagen mehr um ihre Zukunft besorgte Apotheker als sonst. Sie wollen wissen, wie es mit dem von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgestellten Plan zur Zukunft der Apotheken weitergeht. Konkrete Fragen richten sich an den angekündigten Boni-Deckel. Gelten 2,50 Euro pro Rezept oder pro Rx-Arzneimittel? Die Kammer Nordrhein hat jetzt auch einen Brief an ihre Mitglieder geschrieben. Für Präsident Lutz Engelen ist die Sache klar: Er lehnt Spahns Plan B ab.

Selbstverständlich werde sich die Apothekerkammer Nordrhein „weiter konstruktiv an der Diskussion zur Ausgestaltung einer zukunftsgerichteten heilberuflich orientierten Arzneimittelversorgung innerhalb der ABDA und mit der Politik beteiligen“, so Engelen. Eine erste rechtliche Bewertung durch einen anerkannten externen Experten sei jedoch eindeutig: „Dem Eckpunktepapier ist in Bezug auf die angestrebte Bonusregelung für ausländische Versandapotheken die Rechtswidrigkeit ins Gesicht geschrieben.“

Allerdings verdammt auch die Kammer Nordrhein Spahns Plan B nicht vollständig. Als freiberufliche und unabhängige Apotheker begrüße man „ausdrücklich die zielgerichteten Vorschläge zur Verbesserung der pharmazeutischen Versorgungssituation und zur Stärkung der flächendeckenden Versorgung“. Dazu trügen insbesondere die vorgeschlagenen zusätzlichen Mittel für die Einführung von pharmazeutischen Dienstleistungen bei, mit denen dringender Versorgungsbedarf der Bevölkerung im Bereich Arzneimitteltherapiesicherheit und Prävention durch niederschwellige Angebote der Apotheken gedeckt werden könnten.

Auch die geplante Stützung des Nacht- und Notdienstfonds (NNF) sowie die bessere Vergütung der Versorgung mit Betäubungsmitteln begrüßt die Kammer. Und die Einbindung der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) in § 129 Sozialgesetzbuch (SGB V) zur Stärkung des sozialen Charakters der Preisbindung sei das richtige Signal zur Sicherung des einheitlichen Arzneimittelpreises für verschreibungspflichtige Arzneimittel in Deutschland.

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