Neuroleptika

Fluanxol: Filmtablette statt Dragee APOTHEKE ADHOC, 19.07.2019 14:36 Uhr

Berlin - Bayer überarbeitet das Fluanxol-Portfolio: Die bisherigen Dragees werden sukzessive auf die galenisch verbesserten Filmtabletten umgestellt. Durch die Umstellung ergeben sich auch Änderungen im Hinblick auf die Wirkstärken.

Die Umstellung erfolgt schrittweise ab dem dritten Quartal: Anstelle der bisherigen Fluanxol 2 mg Dragees stehen seit Juli die neuen Fluanxol Filmtabletten mit einer Stärke von 1 mg zur Verfügung. Die Filmtabletten sollen eine innovativere und galenisch verbesserte Darreichungsform darstellen. In Österreich sind die Filmtabletten bereits seit Mai 2012 vom Entwickler Lundbeck zugelassen, nun werden sie auch im deutschen Markt übernommen. „Anstelle einer eigenständigen Neuentwicklung von Bayer und der zugehörigen Bioäquivalenzstudie, haben wir es vorgezogen, die bestehende Formulierung von Lundbeck sowie deren Produktions-Know-How zu verwenden“, so der Hersteller.

Die neue Formulierung hat einen leicht erhöhten Wirkstoffgehalt: Bei den neuen Filmtabletten beziehen sich die Angaben des Wirkstoffes auf die freie Base, während sich bei der bisherigen Formulierung der Dragees die Dosierungsangaben auf die Base inklusive Dihydrochlorid bezogen.

Bayer plant zudem weitere Filmtabletten mit 5 mg und 0,5 mg Flupentixol Anfang 2020 auf den Markt zu bringen: Fluanxol Dragees mit 0,5 mg und 5 mg werden dementsprechend in Filmtabletten umbenannt. Die 2 mg-Dragees werden nicht mehr angeboten, stattdessen müssen die Tabletten mit der 1 mg-Stärke verwendet werden. Die Umstellung betrifft ausschließlich die festen oralen Darreichungsformen. Die flüssigen Darreichungsformen Fluanxol Tropfen und Fluanxol Depot sind nicht betroffen.

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