Literaturgeschichte

Fontane-Archiv soll ins Internet dpa, 04.01.2015 09:08 Uhr

Berlin - Apotheker, Gardeoffizier, Kriegsberichterstatter, Journalist und Romancier – der Schriftsteller Fontane füllte viele Rollen aus. Sein Vermächtnis soll nun für das Internet aufbereitet werden.

Tausende persönliche Schreiben und Dokumente des Schriftstellers Theodor Fontane (1819-1898) werden in den nächsten Jahren für die Veröffentlichung im Internet aufbereitet. „Statt im Archiv können Forscher dann weltweit auf die Zeugnisse zurückgreifen“, sagte die Leiterin des Potsdamer Fontane-Archivs, Hanna Delf von Wolzogen. Seit kurzem gehört das Archiv zur Universität Potsdam.

Fontane, geboren in Neuruppin, lernte zunächst den Beruf des Apothekers. Später reiste er nach England und veröffentlichte dort erste Feuilletons. 1860 begann er mit den Arbeiten an seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, schrieb Novellen und Romane wie „Effi Briest“.

Das Internet-Projekt wurde nach Angaben von Archivleiterin von Wolzogen gerade in Angriff genommen. Es werde mehrere Jahre dauern, ehe die Archivalien für das Forschungsportal aufbereitet seien. Den Wissenschaftlern komme zu Gute, dass in den vergangenen Jahren fast der ganze Archivbestand bereits digitalisiert worden sei. Für die Dokumente wäre es zu gefährlich, sie im Original in die Hände von Forschern zu geben. Papiere der damaligen Zeit sind vom Säuerefraß bedroht. „Einige würden bei Benutzung zerbröseln“, sagte von Wolzog

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