Frankreich

Honorarreform: Alterszuschlag für Apotheken Tobias Lau, 13.04.2018 13:34 Uhr

Apotheker verdienen also zukünftig im Verhältnis mehr an niedrig- als an hochpreisigen Medikamenten als zuvor. Insgesamt werden die Fix- und Festzuschläge aber spürbar sinken: Zwischen 2018 und 2020 sollen die Einnahmen aus den Gewinnmargen um rund 1,2 Milliarden Euro abnehmen. Das muss ausgeglichen werden, wofür die die Krankenkassen im selben Zeitraum 1,415 Milliarden Euro versprechen. Dazu werden 2019 drei neue, von den Medikamentenpreisen unabhängige Zuschläge eingeführt und im Folgejahr teils erheblich erhöht.

Für erstattungsfähige Medikamente wird dann ein Fixzuschlag von 50 Cent gezahlt. Hinzu kommt ein altersabhängiger Zuschlag: Wird ein Medikament an Patienten über 70 oder für Kinder unter drei Jahren abgegeben, beträgt er 50 Cent. 2020 erhält der Betrag eine satte Steigerung auf 1,55 Euro. Außerdem wird ein Fixzuschlag für eine Reihe spezieller Medikamente eingeführt, die gesondert festgelegt werden. Darunter befinden sich beispielsweise Immunmodulatoren wie das MS-Medikament Copaxone, Antibiotika wie Amikacin, aber auch Notfallkontrazeptiva wie EllaOne. Für sie erhalten die Apotheken ab kommendem Jahr einen Zuschlag von 2 Euro pro Packung, der 2020 auf 3,50 Euro steigt.

„Bis Ende des Jahres 2020 wird sich diese neue Vergütungsordnung für 93 Prozent der Apotheken positiv ausgewirkt haben“, verspricht Bonnefond. Für die restlichen 7 Prozent werde daraus zumindest kein Nachteil entstehen. Dennoch lässt sich im Detail noch nicht verlässlich kalkulieren, welche finanziellen Auswirkungen die Reform für die Apotheken haben wird. Deshalb haben Kassen- und Apothekerverband Netz und doppelten Boden in den Änderungsantrag eingebaut: Zwei Sonderklauseln sollen sicherstellen, dass den Apotheken aus dem neuen Honorarsystem kein wirtschaftlicher Schaden entsteht.

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