Prä-Expositions-Prophylaxe

HIV-Apotheken: Preisbruch für den guten Zweck Nadine Tröbitscher, 10.10.2017 10:14 Uhr

Berlin - Erstes Etappenziel erreicht: Apotheker Erik Tenberken hat es geschafft, die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) bezahlbar zu machen. Die Streichung der Preisbindung für verblisterte Ware durch den Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Pilotprojekt möglich gemacht. Nun steht das nächste Ziel auf dem Plan: Mit Hilfe einer Studie will er Daten und Fakten zusammentragen, die den Weg zur Erstattung ebnen sollen.

Fast einen Monat ist es her, dass Tenberken sein Pilotprojekt zur PrEP vorgestellt hat. Der Inhaber der Kölner Birken-Apotheke wurde regelrecht erschlagen von den vielen Anfragen, die er seitdem erhält. Er habe nicht geahnt, welch großes Interesse er bei den Medien wecken würde. „Ich habe nur die Sache gesehen: Es war eine unbefriedigende Situation, die Menschen wollten sich schützen, aber die PrEP war zu teuer.“

Zielgruppe für die PrEP sind Menschen, die wegen häufig wechselnder Geschlechtspartner ein großes Risiko für eine Ansteckung mit HIV haben. Seit Oktober 2016 ist die Fixkombination aus Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (TDF) in der Dosierung 200/245 mg als Dauermedikation zugelassen. Für die anlassbezogene PrEP besteht keine Zulassung. Das Patent des Originalpräparats Truvada (Gilead) lief am 25. Juli ab.

Dennoch ist die PrEP ein Luxus, den sich nicht jeder aus der Zielgruppe leisten kann. Denn die Kassen erstatten den präventiven Einsatz nicht. Weil Truvada und die entsprechenden Generika auch therapeutisch genutzt werden, stand der Preis für die Hersteller fest. Tenberken wollte die PrEP bezahlbar machen und allen potenziellen Anwendern die Möglichkeit geben, sich zu schützen. Ihm geht es darum zu verhindern, dass die Menschen im Internet oder auf dem Schwarzmarkt Tabletten für die PrEP kauf

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