Schwangerschaftsvorsorge

Welche Untersuchungen sind notwendig? Eva Bahn, 29.05.2019 15:01 Uhr

Berlin - Die Schwangerschaft ist eine besonders aufregende Zeit für die ganze Familie. Um sicher zu gehen, dass es der werdenden Mutter und dem Fötus gut geht, werden Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt und der Hebamme von der Krankenkasse bezahlt. Doch was passiert dort eigentlich ganz genau und wozu sind die einzelnen Untersuchungen gut?

Etwa in der fünften Schwangerschaftswoche (SSW) erfolgt die Erstuntersuchung beim Frauenarzt. Dann ist der Embryo übrigens erst drei Wochen alt, denn die SSW-Berechnung beginnt mit dem ersten Tag der letzten Periode. Bei dieser Untersuchung wird auch der Mutterpass ausgestellt. Bei jedem der nun folgenden Besuche beim Arzt wird die Schwangere gewogen und das Gewicht in den Pass eingetragen. Die Gebärmutter wird befundet und Herztöne sowie die Lage des Kindes überprüft. Auch eine Urinprobe wird immer abgegeben und auf Blut, Eiweiß, Nitrit und Glukose sowie gegebenenfalls Bakteriologische Befunde getestet. Abschließend wird der Blutdruck überprüft.

Im Rahmen der Blutabnahme erfolgt der erste Antikörpersuchtest, bei welchem im Blut der Mutter Antikörper gegen Antigene fremder roter Blutkörperchen gesucht werden. Diese könnten Komplikationen beim Kind wie Krämpfe, einen Abbau der roten Blutkörperchen, Missbildungen oder eine Fehlgeburt auslösen. Dieser Test wird zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft wiederholt. Bei der Erstuntersuchung erfolgt außerdem eine Krebsvorsorge, eine Überprüfung des Impfstatus und der vorhandenen Röteln- Antikörper, die Feststellung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors. Auf freiwilliger Basis wird ein HIV-Test angeboten und durchgeführt. Meistens untersucht der Arzt die Schwangere dann noch per Vaginalultraschall.

Ein Syphilis-Test gehört ebenfalls zur Vorsorgeuntersuchung. Der Arzt ertastet zudem die Größe sowie die Lage der Gebärmutter. Über ein Blutbild wird ermittelt, ob die werdende Mutter gesund ist und ob eventuell ein Mineralstoff- oder Vitaminmangel vorliegt. So kann frühzeitig zum Beispiel Eisen, Jod oder Folsäure supplementiert werden. Selbst übernommen werden müssen, in den meisten Fällen, die Antikörpertests für den Nachweis einer früheren Infektion mit Toxoplasmose, Zytomegalie, Ringelröteln oder einer Listeriose. In manchen Fällen übernimmt hier der Arbeitgeber die Kosten, wenn die Schwangere beispielsweise in Kontakt mit Risikopersonen kommen könnte (zum Beispiel bei dem Beruf der Kindergärtnerin oder einer Krankenschwester).

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Coronavirus

Hemmung der Gewebefaktorexpression

Covid-19: Prävention der Blutgerinnung als Lösung?»

Auch bei korrektem Tragen

Schutzwirkung: Nicht alle Masken sind dicht»

Verbreitung von Sars-CoV-2

Intaktes Coronavirus in Aerosolen gefunden»
Markt

Corona-Impfstoff

Curevac: Ab Freitag an der Börse»

Neuer Vorstand beim VDARZ

APO_TI: Die Schnittstelle der Rechenzentren»

Telemedizin und eRezept

Noventi steigt bei MORE ein»
Politik

Krankenhausaufnahme und -entlassung

eMedikationsplan: Barmer will Ärzte und Apotheker vernetzen»

Neun Treffen, keine Lösung

BMG äußert sich zu Apothekenfragen»

Kasse nimmt Apotheke in die Pflicht

Beschaffungskosten: Apotheker muss für Patienten geradestehen»
Internationales

Notbevorratung durch Unternehmen und Regierung

Brexit: UK bunkert Arzneimittel für den Ernstfall»

Kooperation

GlaxoSmithKline steigt bei Curevac ein»

Walgreens Boots Alliance

Wegen Corona: Pessina streicht 4000 Stellen»
Pharmazie

Vereinfachung der Applikation

Xolair: Selbstverabreichung bald in allen Indikationen?»

Hohe Sensitivität und Spezifität

KI soll Darmkrebs diagnostizieren»

Arzneimittelrückrufe

Nitrosamine in Arzneimitteln: Mögliche Ursachen identifiziert»
Panorama

Corona-Maßnahmen

Maskenpflicht: Kunde verletzt Polizisten»

Automatische Formatierung

Wegen Excel: Forscher benennen Gene um»

Durchsuchung der Deutschlandzentrale

Polizeieinsatz: Anschlagsdrohung gegen Novartis»
Apothekenpraxis

Höherer Preis – bessere Verfügbarkeit?

50 Prozent teurer: Preissprung bei Forxiga»

Gurgellösungen zum Schutz vor Corona

Povidon-Iod: Wirksam gegen Sars-CoV-2»

Brief an Spahn und Spahn

Apotheker retaxiert Retax»
PTA Live

Apotheken gegen häusliche Gewalt

„Maske 19“: Codewort am HV soll bundesweit helfen»

Apothekenpflichtige Fertigarzneimittel

Blutegel in der Dokumentation»

Notfallkontrazeptiva bei GZSZ

Pille danach: „Hormonüberdosis für Schlampen“?»
Erkältungs-Tipps

OP-Maske, FFP und KN95

Wie schützt eine Mund-Nasen-Bedeckung vor Infekten?»

Immunsystem stärken, Hygiene beachten

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»

Verbreitung von Krankheitserregern

Tipps zur Vermeidung von Schmier- und Tröpfcheninfektionen»
Magen-Darm & Co.

Haferschleim, Zwieback & Banane

Schonkost: Leicht verdaulich & gut verträglich»

Pflanzlich oder Probiotisch

Fresh-Up: Reizdarmsyndrom»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Colitis ulcerosa: Wenn der Dickdarm erkrankt»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Nach der Geburt

10 Tipps für die Rückbildung»

Aktivität

Laufen in der Schwangerschaft»

Ernährung, Sport und Vitamine

Schwanger zu werden, ist nicht nur Frauensache»
Medizinisches Cannabis

Wie setzt sich der Abgabepreis zusammen?

Cannabis-Rezept: Taxierung»

Interview mit Michael Becker

Cannabis-Prüftipps vom Pharmazierat»

Teil 2: Belieferung & Dokumentation

How to: Cannabisrezept»
HAUTsache gesund und schön

Ein besonderer Bereich des Gesichts 

Augenpflege: Sanft und feuchtigkeitsspendend»

Gefahren bei falscher Pflege

Wimpern und Augenbrauen: Schützende Sensibelchen»

Isotretinoin, MTX & Co.

Hautpflege bei bestimmter Medikation»