Berufsgenossenschaft

Brandschutzhelfer in jeder Apotheke Lothar Klein, 28.05.2018 15:21 Uhr

Berlin - Seit dem 25. Mai müssen Apotheken einen Datenschutzbeauftragten benennen, der sich um die Vorgaben der neuen Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) kümmert. Aber das ist noch nicht alles: Jede Apotheke benötigt jetzt einen „Brandschutzhelfer“, der sich mit Brandursachen und in der Bedienung von Feuerlöschern auskennt. Das ist Sinn und Zweck der seit Mai 2018 geltenden neuen Technischen Regel für Arbeitsstätten (ASR 2.2). Die Arbeitsgemeinschaft der Pharmazieräte will sich auf ihrer Herbstsitzung im September mit dem Thema befassen.

Die ASR 2.2 gilt nicht nur für Apotheken, sondern für alle Betriebe in Deutschland. Sie wurde jetzt aktualisiert und dabei um den Begriff „Brandschutzhelfer“ ergänzt. Der Grund: In der Vergangenheit spielte der Brandschutz in den Betrieben nach Ansicht des dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales untergeordneten Ausschusses für Arbeitsstätten eine zu stiefmütterliche Rolle. Das soll sich jetzt ändern.

In einem Schreiben an Christian Bauer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Pharmazieräte (APD), teilte Karin Gruber von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) jetzt mit, „dass jede Apotheke mindestens einen Brandschutzhelfer benötigt“. Die Apothekenleitung müsse eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten als Brandschutzhelfer benennen. „Diese Brandschutzhelfer sind durch fachkundige Unterweisung und praktische Übungen im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen vertraut zu machen“, so Gruber.

Gruber weist darauf hin, dass mindestens 5 Prozent der Beschäftigten bei normaler Brandgefährdung nach ASR A2.2 zum Brandschutzhelfer auszubilden seien. Je nach den betrieblichen Besonderheiten der Apotheke, wie zum Beispiel Mengen an brandfördernden und brennbaren Gefahrstoffen, der Anzahl der während der Betriebszeit anwesenden Personen wie Mitarbeiter, betriebsfremde Personen, Besucher und Personen mit eingeschränkter Mobilität könne eine höhere oder eben niedrige Ausbildungsquote für die Entstehungsbrandbekämpfung sinnvoll sein. Bei der Anzahl der Brandschutzhelfer müsse die Abwesenheit einzelner Beschäftigter, zum Beispiel durch Fortbildung, Ferien, Krankheit und Personalwechsel, berücksichtigt werden. Laut Gruber kann die Brandschutzschulung des Apothekenpersonals im Rahmen der jährlichen Gefahrstoffunterweisung vorgenommen werden.

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