Pharmakonzerne

Bayer: Künftig mit Aspirin und Glyphosat dpa/APOTHEKE ADHOC, 30.05.2018 08:32 Uhr

Berlin - Bayer-Chef Werner Baumann war erst wenige Tage im Amt, als er 2016 zum größten Wurf in der Geschichte des Konzerns ausholte. Nun ist der 55-jährige Top-Manager fast am Ziel: Die US-Behörden haben der mehr als 62,5 Milliarden (rund 50 Milliarden Euro) schweren Übernahme des amerikanischen Saatgut- und Agrarchemie-Riesen Monsanto zugestimmt – allerdings mit weitreichenden Auflagen. Und die Risiken sind für die Leverkusener generell hoch. Der Zukauf ist teuer, und Monsanto steht nicht nur wegen seines umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in der Kritik. Für viele Aktionäre ist damit der Wunsch nach einem Bayer-Konzern, der sich zum reinen Pharmaanbieter entwickelt, endgültig begraben.

„Mit der Freigabe des Department of Justice (DoJ) stehen wir jetzt kurz vor dem Ziel, ein führendes Unternehmen der Agrarwirtschaft zu schaffen“, teilte Baumann am Dienstagabend mit. Die Genehmigung der US-Behörden ist ein Meilenstein. Auch wenn Mexiko und Kanada noch zustimmen müssen, gilt die Transaktion Bayer/Monsanto als sicher. Es ist die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland.

Der Dax-Konzern steigt dadurch schlagartig zum weltweit größten Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln auf. Doch Baumann musste sich ins Zeug legen und erhebliche Zugeständnisse machen, damit die Kartellwächter den Milliarden-Deal durchwinken.

Der Bayer-Chef hat etliche Flugmeilen auf sich genommen, um für die Milliarden-Fusion zu werben. Mit seinem Monsanto-Pendant Hugh Grant, der nach der Übergabe seinen Posten räumen will, war Baumann bereits im Januar 2017 zum Antrittsbesuch bei Donald Trump, der damals noch nicht einmal als US-Präsident vereidigt war.

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