Kriminalität

Überfall – und nun? Julia Pradel, 06.05.2016 11:43 Uhr

Berlin - Ein Raubüberfall ist für die betroffenen Mitarbeiter ein Extremereignis – selbst wenn er glimpflich und ohne körperliche Verletzungen abläuft. Das Risiko für psychische Gesundheitsfolgen ist hoch. Um einen größeren Schaden zu verhindern, darf nicht zu spät reagiert werden. Deshalb sollten Apotheker einen Überfall immer als Arbeitsunfall melden, damit den Betroffenen schnell geholfen werden kann.

Direkt nach einem Überfall geht es zunächst um die Schadensbegrenzung: Für Verletzte muss Erste Hilfe geleistet werden. Dann wird die Polizei informiert, die wissen möchte, wer sich meldet und was wo und wann passiert ist. Zeugen sollten gebeten werden, auf die Polizei zu warten. Währenddessen sollte man mit den Überfallopfern an einem ruhigen Ort zuhören. Parallel kann Hilfe, etwa durch den Chef oder Angehörige, organisiert werden. Den Geschäftsbetrieb sollte man einstellen und versuchen, keine Spuren zu verwischen.

Zeitnah sollte man sich auch um die weniger offensichtlichen Verletzungen kümmern. Denn ein Überfall ist für Täter und Opfer eine Stresssituation: „In so einer Situation besinnt sich der Mensch auf seine Urreflexe. Betroffene beschreiben, dass sich ihr Gehirn wie Gummi angefühlt hat und sie keinen klaren Gedanken fassen konnten“, erklärt Susanne Pelka von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Solche emotional hoch belastenden Erlebnisse können verschiedene Folgen haben. Manche grübeln lange darüber und vernachlässigen unbewusst andere Lebensbereiche, andere meiden möglichst alles, was sie an das Ereignis erinnert und schränken ihren Handlungsspielraum somit immer mehr ein. Aus Sicht von Pelka ist es wichtig, sich die Relevanz vor Augen zu führen: „Psychische Probleme sind nicht so offensichtlich wie beispielsweise ein Beinbruch – aber genauso ein Leiden.“

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