Medizinalhanf

Cannabis: Inhalation stärker wirksam als Rauchen Deniz Cicek-Görkem, 06.12.2018 11:49 Uhr

Der Wirkeintritt der Cannabinoide schwankt im Allgemeinen. Bei der Inhalation beginnt die Wirkung schon nach ein bis zwei Minuten, nach rund 15 Minuten wird die Hauptwirkung erreicht, die bis zu vier Stunden erhalten bleibt, wie aus dem Cannabis-Report ersichtlich wird. Bei der Nutzung eines Vaporisators werden die Blüten oberhalb von 185 Grad verdampft. Durch das Erhitzen bilden sich freies THC und CBD, es entsteht ein inhalierbares Aerosol.

Teilnehmer, die 10 mg verdampften und inhalierten, hatten im Vergleich zu denen, die Cannabis rauchten, unter anderem eine höhere Rate für Arzneimittelwirkungen und für trockene, rote und irritierte Augen. Bei der Dosis à 25 mg, die nach Verdampfung resorbiert wurde, traten paranoide Zustände unter den Teilnehmern häufiger auf als wenn die Dosis geraucht wurde. Die Rate für Herzrasen war für 10 mg und 25 mg unter der Verdampfung höher als beim Rauchen, das Gleiche galt für Angstzustände und/oder Nervosität, Gedächtnisschwäche, Reizung des Halses und/oder Husten.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass es bei verdampftem und gerauchtem Medizinalhanf zu unterschiedlichen Arzneimittelwirkungen kommt. Bei der Vaporisation beobachteten sie insgesamt stärkere Effekte. „Aus diesen Daten könnten regulatorische und klinische Entscheidungen über die Verwendung von Cannabis bei Erwachsenen abgeleitet werden, die zuvor nicht oder nur in geringem Maße exponiert waren”, so die Forscher.

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