Magenmittel

Handelsblatt: Ermittlungen zu Iberogast APOTHEKE ADHOC, 22.07.2019 08:31 Uhr

Berlin - Laut einem Bericht des Handelsblatts ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln im „im Umfeld des Konzerns“ Bayer wegen Iberogast. Die Ermittlungsbehörde soll laut Bericht ein Gutachten in Auftrag gegeben haben, um einen Zusammenhang zwischen dem Mittel und einem Todesfall zu klären. Bayer weiß einer Sprecherin zufolge nichts davon.

Dem Handelsblatt zufolge sollen eine mögliche fahrlässige Tötung und Körperverletzung im Raum stehen. Bayer habe erst nach einem Todesfall eine Warnung vor möglichen Leberschäden durch Iberogast in die Packungsbeilage und die Fachinformationen aufgenommen, so das Handelsblatt. „Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft“, heißt es im Bericht.

Eine Bayer-Sprecherin erklärte auf Nachfrage: „Wir haben keine Kenntnis von einem Ermittlungsverfahren gegen Bayer in Zusammenhang mit Iberogast.“ Näheres könne man zu dem Vorfall derzeit nicht sagen. Tatsächlich heißt es in dem Handelsblatt-Bericht an anderer Stelle , das Verfahren richte sich noch „gegen unbekannt“. Es geht demnach aber um die Frage, ob Bayer früher vor möglichen Nebenwirkungen hätte warnen müssen.

Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) waren seit 2008 Meldungen zu unerwünschten Nebenwirkungen, insbesondere Leberschäden, in Zusammenhang mit Schöllkraut-haltigen Arzneimitteln aufgenommen worden. Die Behörde hatte auch von Bayer wiederholt eine Anpassung der Warnhinweise für das Magenmittel des Herstellers verlangt. Bayer hatte dagegen zunächst Widerspruch eingelegt und auf die Studienlage zu seinem Präparat verwiesen.

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