OTC-Hersteller

PharmaSGP: Platzhirsch in der Nische Patrick Hollstein, 03.05.2019 09:27 Uhr

Berlin - Es gab eine Zeit, da musste der Münchener Hersteller PharmaSGP sich seine Umsätze mit massiver TV-Werbung regelrecht „erkaufen“. Das hat sich längst geändert. Auch wenn das Unternehmen immer noch zu den größten Werbetreibenden im Land gehört – die Phase der reinen Pull-Strategie ist längst vorbei: Marken wie Restaxil, Rubaxx und Taumea sind heute in fast jeder Apotheke zu finden – und erfreuen sich, zur Überraschung der einstigen Skeptiker, großer Beliebtheit.

2009 gegründet, fallen PharmaSGP und die auf Dermatika spezialisierte Schwesterfirma Remitan Jahr für Jahr durch ihre hohen Wachstumsraten auf. Inklusive Auslandsgeschäft kommt die Gruppe seit 2012 auf ein durchschnittliches jährliches Plus von satten 60 Prozent. Auf Basis der Apothekenverkaufspreise (AVP) wurden 2018 Erlöse von rund 100 Millionen Euro eingefahren, ein Viertel davon bereits in Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien, Österreich und Benelux.

Aber was macht die Gruppe aus, deren Produkte mittlerweile zwar in weit mehr als 90 Prozent der Apotheken vorrätig sind, deren Name aber auch in Fachkreisen kaum bekannt ist? „Wir sind auf natürliche Arzneimittel spezialisiert, mit einem Fokus auf den Bereich Schmerz“, sagt Firmenchefin Natalie Weigand. „So profitieren wir vom allgemeinen Trend hin zur natürlichen Medizin.“

Zum Erfolgsrezept gehört aber auch, dass man bei PharmaSGP keinen Trends hinterher läuft, sondern lieber selbst welche schafft. Wie kaum ein anderer OTC-Hersteller versteht das Münchener Unternehmen es, Nischen zu identifizieren und mit passenden Produkten zu besetzen. Nicht selten stammen die Zulassungen aus den Archiven alteingesessener Pharmafirmen; mit Fantasie und handwerklichem Geschick werden sie bei PharmaSGP zu neuem Leben erweckt.

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