Leistungssport

Ironman Hawaii: Apothekerin will aufs Podest Eugenie Ankowitsch, 25.03.2017 08:53 Uhr

Berlin - Gleich bei ihrem ersten Start beim härtesten Triathlon der Welt, dem Ironman Hawaii, lief Julia Gajer auf Rang 6 am Alii Drive ein. Ein Riesenerfolg für die Sportlerin, die erst während ihres Pharmaziestudiums zum Triathlon gekommen ist. Auch wenn sich derzeit alles in ihrem Leben um den Sport dreht, will Gajer nach ihre Profi-Karriere unbedingt in die Pharmazie zurückkehren.

Sportlich sei sie schon immer gewesen, sagt Gajer. Schon als Erstklässlerin war die gebürtige Hannoveranerin im Schwimmverein. „Ich habe das bis zum Abitur durchaus ernsthaft betrieben, hatte aber nicht das Talent für deutsche oder internationale Meisterschaften“, erzählt sie bescheiden. Direkt nach dem Schulabschluss fing Gajer mit dem Pharmaziestudium an. „Das Studium war am Anfang so unglaublich zeitintensiv, dass ich ganze zwei Jahre überhaupt keinen Sport gemacht habe“, erinnert sie sich. Das Sitzen im Hörsaal und beim Lernen, die langen Nachmittage im Labor: „Irgendwann habe ich schlicht den Ausgleich gebraucht“.

Und so hat Gajer angefangen, ein bis zwei Mal die Woche zu laufen, erst allein, dann in einer Laufgruppe des Hochschulsports. In dieser Gruppe waren auch Triathleten. Als die Studentin ihnen von ihrer Jugend als Schwimmerin erzählte, hätten sie gesagt: Wer schwimmen und laufen könne, für den sei Triathlon das Richtige. Radfahren könne schließlich jeder. „So fing alles an“, sagt Gajer.

Während ihres Praktischen Jahrs ging sie für ein halbes Jahr nach Kanada, wo sie an einem Krebsforschungszentrum tätig war. Auch dort fand die Sportlerin Anschluss an Triathleten. Anschließend absolvierte sie sechs Monate in einer Dresdner Apotheke. Nach ihrem Studium entschied sie sich für eine Promotion an der Universität Freiburg in pharmazeutischer Chemie.

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