Pole-Dance

Apothekerin tanzt an der Stange Carolin Bauer, 15.04.2018 10:51 Uhr

Probleme habe es aber nie gegeben: „Ich gehe ganz offen damit um.“ Auch manche Kunden bemerken, dass Pech eine begeisterte Sportlerin ist. „Ich habe Stretching in der Apotheke eingeführt“, sagt sie. Manchmal würden die Dehnungsübungen im Backoffice bemerkt. Als gute Streckhilfe erweist sich bespielsweise eine offene Schublade des Generalalphabets. Auch ihre Eltern tragen zur Popularität Pechs mit bei. Das Apothekerehepaar führte den Betrieb bis vor zwei Jahren und hilft noch aus. Sie erzählten manchen Stammkunden vom Nebenjob der Tochter.

Pech arbeitet fünf Stunden in der Woche als Trainerin. Sie selbst trainiert etwa 15 Stunden. „Pole-Dance macht mir sehr viel Spaß.“ Die anderen Trainerinnen seien wie eine zweite Familie. „Das liegt bestimmt auch daran, dass man sich an der Stange so nah kommt.“ Ihre Trainingsausbildung absolvierte Pech über die Firma X-Pole. „Man lernt die Anatomie des Körpers, Stretching, einzelne Figuren und welche Fehler Schüler machen können.“ Wichtig sei der Abschnitt über Hilfestellungen.

Mit Anfängern probt Pech zunächst den Umgang mit der Stange, um die Scheu zu verlieren. „Wir laufen erst einmal herum.“ Danach würden die Körperspannung und Figuren trainiert. Bei den Trainings wechselten sich Choreografie und Technik ab. „Anfänger können bei diesem Sport schnell Erfolge sehen“, sagt sie. Profis lernten angesichts der zahlreichen Figuren und Schwierigkeitsstufen nie aus.

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