HIV-Prophylaxe

Immer mehr schwule Männer nutzen PrEP dpa, 08.06.2018 11:48 Uhr

Berlin - In Deutschland schützen sich nach einer neuen Studie immer mehr gesunde Menschen mit Medikamenten vor einer HIV-Infektion. Aktuell griffen in Deutschland rund 4500 vor allem schwule Männer auf die HIV-Prophylaxe PrEP zurück, sagte Studienleiter Professor Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für HIV-Forschung an der Uniklinik Essen. Im Oktober 2017 seien es erst rund 1000 gewesen.

„Die PrEP etabliert sich in Deutschland schneller als in vielen anderen Ländern“, berichtet Streeck. Er ist überzeugt, dass die neue Schutzmethode zahlreiche Menschen vor HIV bewahren kann. Langfristig könnten die Tabletten dazu beitragen, die Zahl der HIV-Neuinfektionen bundesweit zu senken. Mit gleichbleibend hohen Ansteckungszahlen hat Deutschland bisher ein Problem.

Die Abkürzung PrEP steht für Prä-Expositions-Prophylaxe. Das bedeutet Vorsorge bei sexuellen Kontakten, die mit Risiken verbunden sein können. Dabei nehmen Menschen, die nachweislich keine HIV-Infektion haben, Medikamente gegen das HI-Virus ein. Gedacht ist die Einnahme als Langzeit-Prophylaxe – eine Pille am Tag.

Auch eine Nutzung für eine begrenzte Zeit wie ein wildes Wochenende ist theoretisch möglich, wird von Ärzten aber nicht empfohlen. Da die Tabletten in bestimmten Zeitabständen vor und nach sexuellen Kontakten genommen werden müssen, können Nutzer Fehler machen - und sind dann nicht vor HIV geschützt, obwohl sie es glauben.

Deutschland steht beim Thema HIV-Neuansteckungen nicht gut da. Nach den jüngsten Zahlen für 2016 haben sich rund 3100 Menschen neu mit dem Immunschwäche-Virus infiziert. Damit blieb die Zahl seit 2006 unverändert, während die Quote in anderen Ländern spürbar sank. In Frankreich oder Australien sei der Rückgang zeitlich mit der Zulassung von PrEP zusammengefallen, beobachten HIV-Forscher.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Großhandel

Phoenix beweist Kühlkette mit Eiskaffee»

Orale Kontrazeptiva

TK: Pillen-Verordnungen nehmen weiter ab»

Firmenporträt

Kehr: Privatsache Großhandel»
Politik

Rabattverträge

Hersteller: GSAV hilft nicht gegen Lieferengpässe»

Telematikinfrastruktur

eRezept: TI-Zugangskarten ab September»

Bundeshaushalt 2020

Beamten-Boom im BMG: 26 zusätzliche Staatsdiener  »
Internationales

Österreich

„Marktferne Elemente“: Ärzte ätzen gegen Apotheken»

Niederlande

Lachgas als Partydroge»

Österreich

Leti-Kosmetik exklusiv über Versandapotheke»
Pharmazie

Schmerzen bei Kindern

Kopfschmerzen: Zwei Drittel der Schulkinder betroffen»

Grippeimpfung

Zulassungserweiterung: Vaxigrip schützt auch Neugeborene»

Krebsmedikamente

US-Zulassung für Entrectinib»
Panorama

Partenkirchener Festwoche

Mit Tracht in den Notdienst»

Baustellen vor Apotheken

Eingerüstet, eingezäunt und eingepfercht»

Standortwechsel

Erst Schließung, dann Neueröffnung»
Apothekenpraxis

Aktion gegen Plastikmüll

Apotheker: Pillen in der Pfandflasche»

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Herr der Ringe 4: Die Schicksalspetition»

Hexal gewinnt Rechtstreit

Streit um Packung: Geändert heißt nicht besser»
PTA Live

So kommt die Medizin ins Kind

Fünf Tipps zur Medikamentengabe bei Kindern»

LABOR-Download

Ärzteinformation zum neuen Rahmenvertrag»

Möglichkeiten der Vor-Ort-Apotheke

Asthma und COPD: Kundenbindung durch Test und App»
Erkältungs-Tipps

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»

Urlaubszeit

Erkältung im Flugzeug»

Erkältungen in der warmen Jahreszeit

Mythos Sommergrippe»
Magen-Darm & Co.

Magen-Darm-Erkrankungen

Rotaviren: Gefahr für Kleinkinder»

Spezielle Nahrungsmittel

Kefir – kaukasischer Zaubertrank»

Untersuchungsmethoden

Keine Angst vor der Darmspiegelung»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaft

Das dritte Trimester: Positionswechsel und Gewichtszunahme»

Schwangerschaft

Das zweite Trimester: Von der Lanugobehaarung bis zum Surfactant»

Schwangerschaft

Das erste Trimester: Von der Befruchtung bis zur Organentwicklung»