Trommsdorff/Strathmann

Dermapharm: Zwei Zukäufe auf einen Streich Patrick Hollstein, 16.01.2018 08:06 Uhr

Berlin - Wer an die Börse will, muss bei den Anlegern Fantasie erzeugen. Dermapharm kann nach den Zukäufen der vergangenen Jahre eine gute Wachstumsstory vorweisen und verspricht, gleich im ersten Jahr 50 bis 60 Prozent des Gewinns als Dividende auszuschütten. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat sich der Hersteller aus Grünwald bei München gleich noch zwei Konkurrenten einverleibt: Trommsdorff und Strathmann.

Kurz vor dem Jahreswechsel wurden die beiden Deals unter Dach und Fach gebracht. Über den Kaufpreis macht Dermapharm nichts bekannt. In der jüngeren Vergangenheit hatte sich das Unternehmen aber großzügig gezeigt, zuletzt bei der Übernahme von Bite away und Herpotherm von Riemser. Ein Teilbetrag von 15 Millionen Euro soll aus der geplanten Kapitalerhöhung finanziert werden, die insgesamt 100 Millionen Euro in die Kasse spülen soll. Wie bei Dermapharm üblich, sollen die Unternehmen als Tochterfirmen unter bisherigem Namen selbstständig bleiben.

Zum Portfolio von Trommsdorff gehören Produkte wie Keltican, Tromcardin, Eneas, Escor, Ozym, Quimbo, Rectodelt, Tromphyllin, Zalain sowie das 2013 eingeführte Neuroleptikum Adasuve. Gegen unkomplizierte Harnwegsinfekte hatte der Hersteller vor zwei Jahren Utipro plus auf den Markt gebracht. Für das operative Geschäft ist als Business Unit Director der ehemalige Stada-Marketingleiter Rüdiger Hoppe zuständig.

1797 gegründet, ist Trommsdorff einer der ältesten Arzneimittelhersteller in Deutschland. Seit 1975 gehört das Unternehmen mit Sitz in Alsdorf bei Aachen zur spanischen Ferrer-Gruppe mit Hauptsitz in Barcelona. Rund 250 Mitarbeiter sind am deutschen Firmensitz beschäftigt, davon ungefähr 100 in der Produktion. Vom Umsatz von rund 51 Millionen Euro entfallen rund 38 Millionen Euro auf den Verkauf von OTC- und Rx-Produkten in Deutschland und 13 Millionen Euro auf die Lohnherstellu

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