Lieferengpass

Ferro Sanol: Ware kommt tröpfchenweise Nadine Tröbitscher, 16.01.2018 12:53 Uhr

Berlin - Eingeschränkte Lieferung ab Januar: UCB meldet für die seit Monaten defekten Ferro Sanol Tropfen zu 30 mg/ml begrenzt verfügbare Mengen. Dennoch ist eine Unterversorgung in der Behandlung von Eisenmangelzuständen nicht auszuschließen.

UCB kann das flüssige Eisen seit Juni 2017 nicht liefern. Als Grund gab das Unternehmen einen Lieferengpass von Sorbitol an. Der Mangel an Hilfsstoff sorgte für Verzögerungen in der Herstellung der Rohstoffchargen, die wiederum Verzögerungen in der Produktion des Fertigarzneimittels nach sich zögen. Den prognostizierten Liefertermin im September konnte der Hersteller nicht einhalten. Laut Meldung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) soll der Engpass im Februar behoben sein.

Der Hersteller meldet jedoch ab Januar eine eingeschränkte Verfügbarkeit. Daher sollte bei der Verordnung und Empfehlung von Ferro Sanol Tropfen 30 mg/ml die besondere medizinische Notwendigkeit berücksichtigt werden. Diese sei vor allem bei der Behandlung von Eisenmangelzuständen bei Neu-und Frühgeborenen mit einem Körpergewicht zwischen zwei und fünf Kilogramm gegeben.

Für diese Patientengruppe könnte der Engpass eine Unterversorgung in der Therapie verursachen. Denn: Es gibt kein anderes zugelassenes Arzneimittel mit zweiwertigem Eisen für die orale Applikation. UCB verweist auf Tropfen mit dreiwertigem Eisen als Alternative. Die Rede ist von Ferrum Hausmann. Die enthaltene Eisen-III-Verbindung kann jedoch vom Körper schlechter aufgenommen werden. Im Duodenum wird zweiwertiges Eisen resorbiert, die dreiwertige Verbindung kann durch Zugabe Vitamin C reduziert werden – dadurch kann die Aufnahme verbessert werd

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