Nasensprays

Ratiopharm/Stada: Es bleibt bei sechs Jahren APOTHEKE ADHOC, 12.01.2018 14:13 Uhr

Berlin - GlaxoSmithKline (GSK) hat sich entschieden, die Altersgrenzen für seine Otriven-Produkte anzuheben. Die anderen Hersteller ziehen nicht mit: Ratiopharm und Stada erklärten auf Nachfrage, dass derzeit keine Umstellung geplant sei. Bei Aristo hat man sich noch nicht entschieden.

Nasensprays und -tropfen mit 0,1 Prozent Xylometazolin sind derzeit für die Anwendung bei Patienten ab sechs Jahren zugelassen. GSK hat die Altersgrenze auf zwölf Jahre angehoben und damit eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umgesetzt. Vorhandene Bestände können laut GSK noch abverkauft werden, da es sich um eine freiwillige Maßnahme handelt.

Die anderen führenden Hersteller ziehen nicht mit. „Eine Anpassung der Altersgrenzen ist für unsere Arzneimittel nicht geplant“, teilt eine Sprecherin des Marktführers Ratiopharm mit. „Das Nutzen-Risiko-Verhältnis wird fortwährend geprüft und bleibt für alle Altersklassen weiterhin positiv.“


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Auch bei Stada und der Konzerntochter Aliud sieht man derzeit keinen Handlungsbedarf: „Selbstverständlich haben unsere zuständigen Abteilungen die WHO-Empfehlung zur Kenntnis genommen und unsere Nasenspray-Produkte dahingehend geprüft“, so eine Sprecherin. „Uns liegen zur Zeit keine sicherheitsrelevanten Daten vor, die eine Erhöhung der Altersgrenze notwendig erscheinen lassen. Wir werden das Thema aber im Auge behalten und regelmäßig überprüfen.“

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