HIV-Prophylaxe

PrEP: Werden Neuinfektionen sinken? APOTHEKE ADHOC/dpa, 24.11.2017 14:46 Uhr

User müssen einige Voraussetzungen erfüllen. Zum einen muss eine bestehende HIV-Infektion ausgeschlossen sein. So sollen Resistenzen verhindert werden, da nur Menschen behandelt werden, die das Virus nicht tragen. Alle drei Monate findet eine erneute Kontrolle statt. Klar ist auch: Die Tabletten schützen nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen wie Syphilis. Darum ist die PrEP nur „in Kombination mit Safer-Sex-Praktiken“ zugelassen.

Noch ist aber nicht ganz klar, wie das wichtige Monitoring gesichert werden kann – denn auch dabei stehen die Zeichen auf Selberzahlen. Der Weg zur PrEP führt bis jetzt nur über eigens geschulte Ärzte und 20 bis 30-minütige Beratungen in einer der Apotheken, die sich an Tenberkens Pilotprojekt beteiligen. Bislang rund 60 an der Zahl. Beim Kauf bekommen Kunden neben Infomaterial und Antworten auf Fragen rund um die korrekte Einnahme auch den Hinweis zur Studie von Streeck.

Was weiß Streeck dank Online-Fragebogen über die Nutzer? Bislang seien es eher Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen, die sich die PrEP leisteten, sagt der Studienleiter. Trotz des im Vergleich niedrigen Preises bleibt die PrEP ein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann. Einige User geben an, die Tabletten zuvor aus dem Ausland bezogen zu haben. Befragte hätten oft angegeben, schon vorher keine Kondome benutzt und bereits andere sexuell übertragbare Erkrankungen gehabt zu haben, sagt Streeck. Als Grund für den Kondom-Verzicht würden Erektionsstörungen genannt, aber auch der Wunsch des Partners. Die Motive für das Interesse an der PrEP seien gemischt. „Viele wollen zusätzlichen Schutz“, sagt der Forscher. Spätestens in einem Jahr will er Bilanz ziehen.

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