Prä-Expositions-Prophylaxe

HIV-Apotheken: Preisbruch für den guten Zweck Nadine Tröbitscher, 10.10.2017 10:14 Uhr

Laut einer Studie von Erasmus MC Rotterdam in Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter und dem Robert-Koch-Institut könnte die PrEP – die Einführung im kommenden Jahr vorausgesetzt – bis 2030 etwa 9000 HIV-Neuinfektionen verhindern. Ein Grund mehr für Tenberken, für die Erstattung durch die Krankenkasse zu kämpfen.

Um die PrEP in den Leistungskatalog zu bekommen, ist mit dem Pilotprojekt eine Studie verbandelt: „PrEP in Deutschland (PRIDE)“ heißt das Vorhaben, das federführend bei Professor Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Institut für HIV Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, liegt.

Die Studie hat bereits begonnen. „Seit Montag haben wir 94 Rückmeldungen erhalten“, so Streeck. Für die Analyse gibt es einen Fragebogen, der sowohl sowohl online als auch in Papierform ausgefüllt werden kann. Jeder Anwender kann anonym die Fragen beantworten. Im Schnitt nehmen die Fragen elf Minuten in Anspruch. Alle drei Monate wird es einen neuen Bogen, dann aber sehr viel kürzeren geben.

PRIDE soll nicht nur Aufschlüsse über die Demographie der PrEP-Anwender geben, sondern auch Daten über die sozialen und gesundheitsbezogenen Hintergründe liefern. Ziel ist es, den Gebrauch zu verstehen. Außerdem lassen Daten zum Sexualverhalten und der Art der PrEP – Dauergebrauch oder anlassbezogene Einnahme – aufzeigen.

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