Apo-Tipp

Preisbildung für parenterale Zubereitungen – Teil 2 Alexandra Negt, 11.10.2019 11:59 Uhr

Parenterale Ernährung: Der Abrechnungspreis für die Fertigarzneimittelsubstanz bei nicht austauschbaren Substanzen ist der günstigste Apothekeneinkaufspreis je mg, ml oder I. E., abzüglich eines Abschlages von 1 Prozent. Wird ein preisgünstigeres Importarzneimittel verwendet, ist dessen Preis Berechnungsbasis. Für die Abrechnung von Trägerlösungen gelten keine gesonderten Regelungen. Auf Primärpackmittel wie Leerbeutel, Pumpen, Kassetten und Spritzen die in der Zubereitung als Primärpackmittel dienen, ist ein Aufschlagssatz von 15 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis anzuwenden. Pro applikationsfertige Einheit ist ein Zuschlag von 83,00 Euro abrechnungsfähig.

Calciumfolinatlösungen: Der Abrechnungspreis für den Wirkstoff ist der zweitgünstigste Apothekeneinkaufspreis je Milligramm, Milliliter oder internationalen Einheiten der Unternehmen für Fertigarzneimittel mit diesem Wirkstoff, abzüglich eines Abschlags von 50 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis. Der Abschlag für die Abrechnung von Trägerlösungen beträgt 10 Prozent. Auf Primärpackmittel wie Leerbeutel, Pumpen, Kassetten und Spritzen die in der Zubereitung als Primärpackmittel dienen, ist ein Aufschlagssatz von 15 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis anzuwenden. Pro applikationsfertige Einheit ist ein Zuschlag von 51,00 Euro abrechnungsfähig.

Sonstige parenterale Lösungen: Der Abrechnungspreis für den Wirkstoff ist bei nicht patentgeschützten Wirkstoffen der zweitgünstigste Apothekeneinkaufspreis je Milligramm, Milliliter oder I.E. der Unternehmen für Fertigarzneimittel mit diesem Wirkstoff, abzüglich eines Abschlags von 10 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis. Für die Abrechnung von Trägerlösungen gelten keine gesonderten Regelungen. Auf Primärpackmittel wie Leerbeutel, Pumpen, Kassetten und Spritzen die in der Zubereitung als Primärpackmittel dienen, ist ein Aufschlagssatz von 15 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis anzuwenden. Pro applikationsfertige Einheit ist ein Zuschlag von 70,00 Euro abrechnungsfähig. Der Zuschlag für Injektionslösungen bis 20 ml beträgt 8,00 Euro (§ 5 Abs. 3 Arzneimittelpreisverordnung). Als abrechnungsfähige sonstige parenterale Lösungen sind Lösungen mit dem Wirkstoff Deferoxamin zur Pumpenbefüllung und Zubereitungen mit Aldesleukin mit Anwendung außerhalb einer Arztpraxis bestimmt. Darüber hinaus sind Lösungen mit fettlöslichen Vitaminen sonstige parenterale Lösungen. Nicht als sonstige parenterale Lösungen sind abrechnungsfähig parenteral anzuwendende Fertigarzneimittel mit Antiemetika, Antihistaminika, Bisphosphonaten, Corticosteroiden, Diuretika, Heparin, Histamin-H2-Rezeptorantagonisten, Mineralstoffen, Prokinetika, Protonenpumpenhemmern und nicht fettlöslichen Vitaminen.

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