USA

J&J wirbt mit Apothekenpreisen APOTHEKE ADHOC, 08.02.2019 14:39 Uhr

Berlin - Johnson & Johnson will in den USA künftig die Preise seiner Arzneimittel in der Werbung anzeigen lassen. Damit ist der Pharma- und Konsumgütergigant der erste Konzern, der einem dahingehenden Aufruf von US-Präsident Donald Trump folgt.

„Verbraucher haben das Recht auf ein klareres Bild von dem, was sie in Apotheken bezahlen müssen“, kündigt Johnson & Johnson auf seiner Website an. Deshalb sollen ab März in Werbespots sowohl Listenpreis vor Rabatten für Versicherer und Pharma Benefit Manager (PBM) als auch die Zuzahlungskosten des Patienten angezeigt werden. Das erste Produkt, bei dem das angewandt wird, soll J&Js am häufigsten verschriebenes Produkt sein: der Gerinnungshemmer Xarelto, den die Konzerntochter Janssen in den USA für Bayer vertreibt. Pro Patient und Monat kostet Xarelto in den USA laut der Nachrichtenagentur Reuters 450 bis 540 US-Dollar (397 bis 476 Euro).

Der Schritt ist eine Reaktion auf die Politik der US-Regierung: Seit dem Wahlkampf 2016 verspricht Trump, die teils exorbitant hohen Arzneimittelpreise in den USA zu senken. Im Mai vergangenen Jahres hatte die Administration unter dem Titel „American Patients First“ ein Maßnahmenpaket vorgestellt. Als eine erste Maßnahme sollte eine Beschleunigung von Zulassungsverfahren den Wettbewerb auf dem Generikamarkt stärken. Auch eine mehr Transparenz durch die Ausweisung von Preisen in der Werbung war dort gefordert worden.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte sich Trump dann persönlich mit Pfizer und Novartis angelegt: Über seinen bevorzugten Kommunikationskanal Twitter hatte er beide Hersteller aufgefordert, angekündigte Preiserhöhungen abzublasen – und war damit erfolgreich. Pfizer, Novartis, MSD, aber auch Merck kündigten daraufhin an, auf Preiserhöhungen zu verzichten.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Dekorative Kosmetik

Rote Lippen mit Dr. Theiss»

Apobank-Analyse

Apothekengründungen: Frauen holen auf»

Krebsmedikamente

Votrient: Apogepha kommt für Novartis»
Politik

BMG

Nationales Gesundheitsportal ab 2021»

Nach Datenpanne

Spahn pocht auf höchsten Datenschutz»

Deutscher Apothekertag

ABDA-Präsident fehlt bei ABDA-Presskonferenz»
Internationales

Purdue-Insolvenz

Mundipharma: Eigentümerfamilie schafft eine Milliarde beiseite»

DisposeRx

Altmedikamente: Gelklumpen statt Toilette»

12-Milliarden-Vergleich

Purdue: 1,5 Milliarden für Mundipharma»
Pharmazie

Rückrufe

Temozolomid zum Ersten, GinoRing zum Zweiten»

Analgetika in der Schwangerschaft

Neue Studie: Doch ADHS durch Paracetamol?»

AMK-Meldung

Microgynon ACA Müller: Rückruf zum Rückruf »
Panorama

Zwei Tonnen schwerer 

Magnet-Roboter macht Hoffnung gegen Krebs»

Urteil

Erzieher müssen Notfallmedikamente geben»

Auktionsplattform

Rx-Asthmamittel FormoLich bei Ebay»
Apothekenpraxis

US-Versandapotheke entdeckt Verunreinigung

150 mg Ranitidin, 3 mg NDMA»

NDMA-Skandal

Ranitidin: Rückrufwelle gestartet»

Rechenzentren

Nach Haubold-Abgang: Unruhe beim ARZ Haan»
PTA Live

PTA Lehranstalt Köln

Manege frei: 50 Jahre „Circus Pharmaceuticus“»

Bestelldienste

Whatsapp schmeißt Apotheken raus»

Nahrungsergänzungsmittel

Magnetrans als Zweiphasentablette»
Erkältungs-Tipps

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»

Atemwegserkrankungen

Wenn der Hals dick wird»

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»
Magen-Darm & Co.

Verdauungsenzyme

Lipase & Co: Essentiell für die Verdauung»

Verdauungsorgane

Bauchspeicheldrüse: Ein Organ, zwei Funktionen»

Brechdurchfall

Noroviren: Gefürchtet in Kita und Krankenhaus»
Kinderwunsch & Stillzeit

Supplemente in der Schwangerschaft

Folat, Jod & Co.»

Der weibliche Zyklus

Von Hormonen, Eisprung und Menstruation»

Schwangerschaft

Das dritte Trimester: Positionswechsel und Gewichtszunahme»