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Aids-Prävention

Truvada verhindert HIV-Infektionen

dpa/APOTHEKE ADHOC, 24. November 2010, 12:07 Uhr

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New York/Chicago -

US-Forscher haben einen Erfolg bei der Vorbeugung von Aids verzeichnet: Studienergebnisse mit dem Kombinationsarzneimittel Truvada (Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil) verheißen einen Rückgang der Ansteckungsgefahr um knapp die Hälfte. Die Studie wurde im Fachjournal „New England Journal of Medicine“ publiziert. Truvada wird vom US-Hersteller Gilead produziert und derzeit zur Behandlung HIV-Infizierter angewendet.

Die 2007 begonnene Studie umfasste knapp 2500 nicht infizierte Männer in Nord- und Südamerika sowie Afrika und Asien. Die Hälfte der Probanden wurde mit Truvada behandelt, die andere Hälfte bekam Placebo. Im Vergleich verringerte sich die Infektionsrate unter der medikamentösen Therapie um 44 Prozent: Nach durchschnittlich 14 Monaten Einnahmedauer waren 36 Männer der Truvada-Gruppe und 64 der Placebo-Gruppe infiziert. Rund die Hälfte der Probanden, die das Arzneimittel bekommen hatten, bekannte allerdings, die Pille nicht regelmäßig oder auch gar nicht einzunehmen. Das erkläre, warum das Mittel die Infektionsrate im Vergleich zu Placebo nur um 44 Prozent reduziere, so die Wissenschaftler der Universität California.

Die Forscher gehen davon aus, dass das zusätzliche Angebot von Truvada in Form einer Rektalsalbe das Risiko von HIV-Infektionen noch weiter senken könnte. Auf der Weltaidskonferenz im Juli dieses Jahres war bereits ein Tenofovir-haltiges Vaginalgel für Frauen vorgestellt worden, dass sich wirksam gegen Aids zeigte. In einer südafrikanischen Pilotstudie mit rund 900 Frauen sank dadurch das Ansteckungsrisiko mit HIV um knapp 40 Prozent.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Aids-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) zeigten sich erfreut über die guten Studienergebnisse. Das neue Medikament könne ein zusätzliches Instrument sein, um HIV-Infektionen zu verhindern. Die Organisationen betonten jedoch, dass Kondome weiterhin das wirksamste Mittel seien, um die Übertragung von HIV und anderen Geschlechtskrankheiten zu reduzieren. Die beste Präventionsstrategie sei, verschiedene Instrumente zu kombinieren.

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