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meldung Brustkrebs

Screening bringt frühere Diagnosen

dpa, 21. September 2009, 12:28 Uhr

Berlin -

Mediziner und Krankenkassen in Deutschland sehen sich im Kampf gegen Brustkrebs auf einem guten Weg: Seit dem Start des Mammografie-Screening-Programms zur besseren Früherkennung im Jahr 2005 haben Ärzte bei mehr Frauen Tumore entdeckt als früher. Das geht aus dem ersten Auswertungsbericht zum Screening hervor.

Bei den systematischen Röntgenuntersuchungen der Brust fanden Mediziner bei sieben bis acht von 1000 Frauen einen Tumor. Ohne Screening waren vorher bei zwei bis drei von 1000 Frauen Karzinome entdeckt worden. Mit 30 Prozent fielen rund doppelt so viele kleine Tumore auf wie vorher.

Drei Viertel der beim Screening entdeckten Tumore hatten noch keine Metastasen gebildet; vor dem Untersuchungsprogramm wurden knapp die Hälfte dieser Tumore entdeckt. Kleine Karzinome ohne Metastasen sind für die Prognose der Frauen besonders günstig, da die Therapien schonender sind.

Die erste Auswertung kann noch keine Angaben darüber machen, ob die Brustkrebs-Todesraten durch das Screening in Deutschland wirklich vermindert wird. Das ist erst nach zehn Jahren möglich. Dann zeigt sich, ob mehr Frauen ihren Brustkrebs überleben als vor 2005.

Die Kooperationsgemeinschaft Mammografie rechnet damit, dass das Screening jedes Jahr bis zu 2000 Frauen das Leben retten kann. Allerdings ist die Teilnehmerrate mit rund 53 Prozent zu gering. Sie müsste nach den EU-Qualitätsvorgaben bei 70 Prozent liegen.

In Deutschland sterben rund 17.500 Frauen pro Jahr an Brustkrebs. Damit fordert er bei Frauen die meisten Krebs-Todesopfer. Karzinome in der Brust treffen vor allem Frauen über 50, mehr als 57.000 erkranken jährlich neu daran.

Im Jahr 2002 war vom Bundestag nach dem Vorbild anderer europäischer Staaten ein landesweites Screening- Programm angeschoben worden: Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre persönlich mit einem Brief zur Untersuchung in spezialisierte Zentren geladen. Das sind rund 10 Millionen Menschen. Die Kosten liegen bei 300 bis 400 Millionen Euro pro Jahr.

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