Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 17. September 2010, 11:01 Uhr
Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sollen künftig nur noch in Ausnahmefällen Arzneimittel mit dem Stimulanz Methylphenidat erhalten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) schränkte die Verordnungsfähigkeit der Psychoanaleptika wegen ihres Risikopotenzials damit weiter ein.
Schon heute erstatten Kassen Medikamente mit Methlyphenidat nur bei Patienten mit ADHS. Nun wird die Regelung noch enger gefasst, indem weitere Anforderungen an Diagnose und ärztliche Fachkenntnis bei der Behandlung gestellt werden. So dürfen künftig nur noch Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen Methylphenidat verordnen. Zudem muss die Therapie regelmäßig unterbrochen werden, um ihre Auswirkungen auf das Befinden des Kindes beurteilen zu können.
Das Bundesgesundheitsministerium muss die Aktualisierung der Arzneimittel-Richtlinie nun prüfen. Erfolgt keine Beanstandung tritt der Beschluss mit seiner Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.
apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar
MitdiskutierenRitalin erst mal für die beteiligten Erwachsenen !
Schule allein ist heute ein ganz realer Grund, mindestens hyperaktiv zu werden. Wenn die Schule von Konzentrationsstörung spricht, meint sie, dass das Kind nicht tut, was man von ihm will. Sie ist also gar nicht daran interessiert, dass das Kind in SEINE MITTE kommt, sie möchte es ganz wo anders haben und verursacht damit selbst pausenlos Konzentrationsstörung. Als Ich-kann-Schule-Lehrer finde ich es kriminell, Kinder mit einer Droge so zu präparieren, dass man selbst nichts dazulernen muss und ungehindert die das Problem verursachende Pädagogik fortsetzt. Aus diesem Grunde akzeptiere ich Ritalin & Co. unter der Bedingung, dass alle beteiligten Erwachsenen dieselbe Dosis nehmen wie das Kind. Dann können sie auch endlich mal AUS DER PRAXIS MITREDEN. Es ist seit Jahrzehnten nicht zu übersehen, wie parallel zur Steigerung der Medikamentierung die Probleme WACHSEN.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe