Randnotiz : Doping mit Ulle
Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr
dpa, 02. September 2010, 14:13 Uhr
Eine schwere Migräne lässt sich besser lindern, wenn die Betroffenen zugleich psychologisch betreut werden. Das geht aus einer Studie von Wissenschaftlern der Ohio University in den USA hervor, die im Fachjournal „Annals of Behavioral Medicine“ veröffentlicht wird. Demnach haben Patienten, die neben Medikamenten auch eine Verhaltenstherapie bekommen, wesentlich mehr Selbstvertrauen, ihre Migräne wirksam in den Griff zu bekommen.
Am größten sei der Effekt bei denen, die vor Behandlungsbeginn das Gefühl hatten, ihren Zustand wenig kontrollieren zu können. Studienteilnehmer mit Therapie waren insgesamt überzeugter davon, dass sie die Kopfschmerzen durch ihr Verhalten beeinflussen können, und gingen weniger davon aus, dass Migräne vorwiegend zufällig entsteht oder Schicksal ist.
Untersucht wurden Daten von 176 Teilnehmern der Studie „US Treatment of Severe Migraine“. Alle erhielten als akute medikamentöse Behandlung Betablocker oder Placebo, jeweils mit und ohne Verhaltenstherapie. Zur Verhaltenstherapie gehörten Vorträge über die Möglichkeiten, Migräne zu beeinflussen. Außerdem bekamen die Patienten Arbeitshefte, Tonband-Lektionen und Anleitungen für zu Hause.