Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Karoline Schumbach, 07. Februar 2012, 15:39 Uhr
Frauen mit Brustkrebs, die mit Aromasin (Exemestan) behandelt werden, sollten regelmäßig auf ihr Osteoporose-Risiko kontrolliert werden. Bei einer Studie an 351 postmenopausalen Frauen nahm die Knochendichte unter Therapie mit dem Aromatasehemmer des Pharmakonzerns Pfizer nach zwei Jahren signifikant ab. Daher sollten vor der Therapie die Risiken genau abgewogen werden; Frauen nach der Menopause sollten ausreichend Calcium und Vitamin D bekommen.
Gegenüber der Placebo-Gruppe war bei den mit Aromasin behandelten Frauen die Knochendichte an der Speiche nahe des Handgelenks und am Schienbein um 4 Prozent stärker zurückgegangen. Die Nebenwirkung hat ihre Ursache im Wirkmechanismus des Aromatesehemmers: Durch Hemmung der Estrogenbildung wird auch die Osteoklastenaktivität beeinflusst. Da Estrogene die Osteoklasten hemmen, baut sich bei Mangel des Hormons der Knochen vermehrt ab. Dadurch sinkt die Knochendichte, und Frakturen können schneller entstehen.