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Influenza A/H1N1

Neue Grippe-Virus resistent gegen Tamiflu

APOTHEKE ADHOC, 01. Juli 2009, 10:32 Uhr

  • Nachlassende Wirkung: Bei einem Patienten in Dänemark hat das Grippemittel Tamiflu erstmals nicht angeschlagen.
Berlin -

Bei einem an Influenza A/H1N1 erkrankten Patienten in Dänemark ist erstmals eine Resistenz des Virus gegen den Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu) festgestellt worden. Es handele sich um einen Einzelbefund, dessen Bedeutung noch nicht eingeschätzt werden könne, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

Der Resistenzfund kommt dem RKI zufolge nicht unerwartet. Auch bei saisonalen A/H1N1-Viren war in den letzten beiden Saisons eine Resistenz gegenüber Oseltamivir aufgetreten. Als Ursache werden Punktmutationen des Virus angenommen. Sie sind auch in Teilen der Welt aufgetreten, wo Tamiflu nur selten verordnet wird. Experten gehen deshalb davon aus, dass die Veränderungen nicht durch den verstärkten Einsatz des Grippemittels hervorgerufen wurden.

Der dänische Patient ist inzwischen wieder gesund. Nachdem Tamiflu bei dem Mann nicht angeschlagen hatte, wurde der mit dem zweiten verfügbaren Grippemittel Relenza (Zanamivir) von GlaxoSmithKline behandelt. Derzeit gibt es laut RKI keine Hinweise für eine Resistenz der neuen H1N1-Viren gegen Zanamivir.

Zur Panik besteht auch trotz der nun aufgetretenen Resistenzentwicklung offenbar kein Grund. Denn die Neue Grippe verläuft in der Regel sehr milde. Ob die Neuraminidasehemmer den Verlauf der sogenannten Schweinegrippe überhaupt verbessern, ist bisher nicht geklärt.

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