Tuberkulose

TBC bei Frühmensch entdeckt dpa, 21.04.2012 11:23 Uhr

Berlin - Tuberkulose zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Viele Länder melden trotz einer möglichen Antibiotikatherapie einen rapiden Anstieg. Nun fanden Forscher Hinweise darauf, dass schon Frühmenschen darunter litten.

Anders als bisher vermutet, könnten schon vor 500.000 Jahren Menschen an Tuberkulose erkrankt sein. Ein in der Türkei gefundener Schädel eines Homo erectus zeige Spuren, die auf eine Gehirnhautentzündung infolge einer Tuberkulose hindeuteten, teilte ein Sprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit. Bislang waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass diese bakterielle Infektionskrankheit beim Menschen erst vor einigen tausend Jahren erstmals aufgetreten ist.

Sollten sich diese vom Paläopathologen Professor Dr. Michael Schultz am Abguss eines Schädels erhobenen Befunde bestätigten, wäre dies der früheste Nachweis von Tuberkulose beim Menschen. „Rein morphologisch gesehen, ist es wahrscheinlich, dass es sich bei den 'Grübchen' und Einkerbungen an der Innenseite des Vorderschädels um Überreste einer durch Tuberkulose ausgelösten Hirnhautentzündung handelt“, erläuterte Schulz.

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