Schüßler-Salze

Syxyl: „Schrotschüsse“ mit „Platzpatronen“ APOTHEKE ADHOC, 30.05.2012 11:01 Uhr

Berlin - In ihrer Rubrik „Werbung – Aufgepasst!“ kritisieren die Autoren der Fachzeitschrift „Gute Pillen, schlechte Pillen“ (GPSP) alle zwei Monate Werbemaßnahmen von Pharmafirmen. In der aktuellen Ausgabe geht es um das Kombinationspräparat Drüfusan des Kölner Herstellers Syxyl, einer Tochter des OTC-Herstellers Klosterfrau. Gleichzeitig prangert die Zeitschrift Schüßler-Salze allgemein an.

Drüfusan soll zwölf Schüßler-Salze enthalten und wird GPSP zufolge „ohne Angabe einer Indikation“ verkauft. „Alle in einer Tablette“, mit diesem Slogan werbe Syxyl für Drüfusan – obwohl wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit der Schüßler-Salze fehlten, so die Kritik.

Während laut Syxyl die Versorgung dank der Kombination „immer genau richtig ist“, sehen die GPSP-Autoren einen Widerspruch: Schrotschüsse seien nicht zielgenau. Zudem werde bei Drüfusan mit „Platzpatronen“ geschossen – denn die Wirksamkeit von Schüßler-Salzen sei nicht nachgewiesen.

Daher kritisiert GPSP auch, dass im Beipackzettel die Salze als „Wirkstoffe“ bezeichnet werden. Den Autoren zufolge wäre der Terminus „Inhaltsstoffe“ korrekt gewesen, da eine pharmakologische Wirkung nicht nachgewiesen sei. Auch der Packungsaufdruck „Apothekenpflichtig“ sei irreführend, weil so der Eindruck einer garantierten Wirksamkeit erweckt werde.

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